Sonntag, 3. März 2013

"Nein" sagen und "Ja" meinen?

Während meines Aufenthalts in Freiburg habe ich mich ja mit einem Mann getroffen, mit dem ich zuvor Mails geschrieben habe. Mittlerweile war er bei mir zu Besuch, und dann habe ich ihn in seinem Heimatort besucht, dann war er wieder 3 Wochen bei mir. Die drei Wochen sind fast ohne mein Zutun entstanden, denn er meinte, er habe dann und dann eine Fahrkarte zu mir gebucht. Ich rechnete nicht damit, daß er so lange bleiben würde und dachte, über Weihnachten wird er da sein, an Neujahr ist er dann wieder weg. Aber er meinte, nein, er hätte bis zum 7. Januar Zeit. Ich wollte nicht so sein und dachte, mal sehen, ob wir uns verstehen, da ermeinte: "Wenn wir uns anfauchen, haue ich einfach wieder ab." So dachte ich, es wäre schon ein Armutszeugnis, wenn wir es nicht mal bis Weihnachten schaffen würden. Ich hatte bis dato noch offen gelassen, ob wir mal richtig zusammenkommen. Für ihn war das schon ausgemachte Sache. Während des Aufenthaltes unternahmen wir viel, sowohl bei seinem Aufenthalt bei mir, als auch, als ich bei ihm war. Auch gab es einige Momente, wo wir Auseinandersetzungen hatten. Zum Beispiel, als er mir sagte, "eine Frau versteht normalerweise weniger von Technik als ein Mann", weil ich ihm mein Ladegerät erklärt habe. Oder, als er meinte, ob Frauen wirklich dazu beitragen, daß sie vergewaltigt werden, könne er nichtbeurteilen, da er ja "noch nie dabei" war. Da habe ich ihm schon klargemacht, daß das nicht meiner geistigen Kragenweite entspricht. Doch solche Sachen konnten wir ganz gut aufklären, zumindest so, daß er merkte, daß das Blödsinn war, was er da verzapft hatte. Wirklich verstanden hat er es nicht, und er hat meist auch wohl deshalb nachgegeben, weil er in mich verknallt war. Auch ging er dauernt mit zur Dialyse und hat fast nie selbst mal was alleine unternommen. Ich fand es schon anstrengend, immer so zusammen zu glucken. So etwa drei Tage vor seinem Abschied sagte ich ihm dann, daß ich mit ihm gute Freunde sein wollte, mehr aber nicht, und daß ich auch nicht schon wieder zu ihm fahren würde, da ich nun so viel habe liegen lassen müssen, was an Arbeit angefallen ist, daß ich erst wieder im Sommer kommen wollte. Ich konnte nicht mal E-Mails schreiben, ohne, daß er hinter mir stand. So blieb das Meiste an Kontakten mit E-Mail-Bekannten etc. liegen. Das Organisieren einer Gastdialyse und Taxi sowie die Beantragung der Taxikosten. ist auch immer sehr stressig, daher wollte ich nicht schon wieder all diesen Aufwand auf mich nehmen. Er meinte, er wäre nun die nächsten Tage etwas weniger gesprächig, wovon ich allerdings nichts merkte. Als er dann abfuhr, wunderte ich mich, daß er nicht Bescheid gab, ob er gut daheim angekommen war. Auf meine Anfrage meldete er sich auch nur kurz. Dannentdeckte ich, daß er sein Geschenk hatte liegen lassen. Ich hatte ihm zum Einen eine Handy-Hülle für sein Smartphone geschenkt, die er aber wohl mitgenommen hat. Aber dann hatte ich ihm noch eine Wärmeschlange geschenkt, die ich nicht mehr brauchte, weil bei mir alles gut gedämmt wurde, und es bei ihm immer so zog. Als ich dann einmal hinter meinen Dosenvorrat faßte, fand ich zu meinem Schrecken und zu meinem Ärger die Schlange dort liegen. Zu meinem Geburtstag erhielt ich danneine Postkarte mit lauter Schwärrmereien (aufgedruckt und selbst verfaßt: Du bist die Tollste, die Beste usw.), mit der Unterschrift: DEIN BEKANNTER, somit nahm ich an, er hat es nun verdaut und auch endgültig verstanden, daß da nicht mehr läuft. Ich schrieb ihm noch, daß ich ihn "schimpfen" müsse, da er einfach sein Geschenk hat liegen lassen. Er meinte, das sei aus "persönlichen Gründen" geschehen, wobei auf mein Nachfragen hinsichtlich dieser "persönlichen Gründe" nichts mehr kam, aber ich konnte mir scho ndenken, daß er einfach gekränkt war. Aber dann ging die Unterhaltung per Mail ganz normal weiter, so daß ich annahm, wir hätten nun eine Basis gefunden, und er habe es geschluckt, daß nicht mehr als eine gute Freundschaft drin ist. Dann kam wieder eine Art Vorstoß, ob ich nicht doch schon früher als im Sommer zu ihm fahren könnte, worauf ich sehr sachlich begründete, daß ich so viel hatte liegenlassen aufgrund seines Besuches, daß ich andere Bekannte auch nicht öfter als ein-zweimal pro Jahr besuche, und er schon weit überm Schnitt lag mit so vielen Besuchen. Daraufhin schrieb er mir, ich würde "schreiben wie ein Mann". Ich fragte zurück, was das solle, ob eine Frau etwa nicht logisch argumentieren könne, woraufhin er wieder total geknickt über sein eigenes Verhalten war. Da er mal gefragt hatte, ob ein Shunt nach einer Transplantation wieder zugemacht wird, schickte ich ihm einen Artikel darüber, der mir nun untergekommen war. Daraufhin kam dann seine Mail: "Also, wie machen wir das dann, machen wir den Shuntverschluß oder nicht?" Ich wunderte mich, daß er so per "wir" schrieb, als seien wir ein Ehepaar, welches das zu entscheiden hätte. Ich antwortete ihm nur: "Zunächst mal muß ich eine Niere HABEN". Auf seine Art zu schreiben (im Stil: "wir sind schwanger") ging ich nicht ein, im Glauben, daß das nur so eine Spintisiererei von ihm sei. Am Valentinstag kam dann ein Päckchen mit einem kleinen Strauß Blumen, zwei Herzen mit Schokolade und ein Filz-Küken. Ich dachte, das sei von Fleurop so zusammengestellt worden. Das Päckchen enthielt auch eine Karte mit der Unterschrift: "DEIN DICH LIEBENDER H." Auch da wurde ich noch nicht stutzig und dachte nur, der kann es halt einfach nicht lassen! Ich bedankte mich Tage später für das Päckchen mit dem Satz: "Das hätte es jetzt nicht gebraucht." Nun kam aber wieder so eine Mail mit dem Text: " Wenn ich Dich mal punktiere (er hat sich vor dem Zeitpunkt, zudem ich ihm sagte, daß wir nur gute Freunde sind, immer ausgemalt, daß er mich zu Hause dialysieren wlürde, und wir zusammenziehen usw.), dann habe ich ja kein Stück Fleisch da liegen sondern meine Herzallerliebste, meine 'bessere Hälfte'." Da sah ich es an der Zeit, nochmal deutlich zu werden. Ich schrieb ihm, daß ich mit ihm nur gut Freund sein wollte. Daraufhin kam eine SMS (keine Mail): "DANKE für Deine aufschlußreiche Mail…. Es hat mich sehr getroffen… Und übrigens, man läuft nicht im Adam- und -Eva-Kostüm in der Wohnung herum, wenn man jemanden nicht sehr mag." Ich dachte zunächst, ich hätte mich tatsächlich so freizügig benommen, aber bei längerem Überlegen kam ich drauf, daß ich grundsätzlich immer mit Bademantel in mein Zimmer lief, mich dort umzog, aber halt nicht die Türe zumachte, da die beiden Zimmer aneinanderhängen, und ich ihm nicht dauernd die Türe vor der nase zuhauen wollte, und weil lauter Kabel dazwischen liegen, und diese Tür eigentlich nie zu ist und schon gar nicht mehr zu geht. So hab ich alles angezogen, was mit Bademantel anzuziehen geht und ihn dann erst abgeworfen. Ich hab nicht bedacht, daß er das als Geste auffassen würde, daß ich mehr von ihm wollte, da ich ihm nie dazu Anlaß gegeben hatte. Auch andere Dinge habe ich ihm klar gemacht, daß ich diese nicht für passend hielt, beispielsweise, daß er mit mir ein Handtuch teilen wollte, wozu ich absolut keine Lust hatte, und was ich sehr unangenehm empfunden hätte. Ich habe ihm nun geschrieben, daß er sich entscheiden muß, ob er weiterhin mit mir befreundet sein will u nter der Voraussetzung, daß er sich nicht dauernd Hoffnungen macht und nicht jede meiner Gesten als Anlaß zu selbiger interpretiert, da ich nicht dauernd aufpassen will, was ich tue, ob er das oder jenes dann als Geste meiner Liebe ansehen würde, und dann dauernd drauf aufpassen muß, wann ich ihm Grenzen setzen muß. Außerdem beschrieb ich ihm, daß ich für mein Empfinden keinerlei widersprüchliche Andeutungen oder Verhaltensweisen an den Tag gelegt hatte, und daß ich verwirrt sei, daß er nun so verletzt reagiert, nachdem ich ihm doch schon zuvor einmal gesagt hatte, daß nichts aus uns wird (abgesehen davon, daß man nie "nie" sagen kann, und aus jeder Freundschaft auch was anderes werden kann, rein theoretisch). Ich drückte noch meine Reue darüber aus, daß ich nicht rechtzeitig genug auf seine Andeutungen und Äußerungen und Gesten wie Geschenke eine klare Grenze gezogen hatte, da ich es nicht wirklich wörtlich genommen hatte, in der Annahme, er wisse ja ohnehin, welche Art von Beziehung ich wollte und welche nicht. Ich hatte ernsthaft ein schlechtesGewissen, daß es so aussieht, als hätte ich mit ihm gespielt, ihm nie die volle Wahrheit gesagt und ihn dann vor den Kopf gestoßen. Aber offenbar hatte er all meine recht deutlichen Worte zuvor nicht verstanden. Und ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt. Nun habe ich wiederum genau ein anderes "Exemplar" von Mann vor mir, der in eine Frau verschossen ist, und der jedes Wort und jede Andeutung von ihr als ein Zeichen ihrer Verliebtheit deutet. Daran kann ich jetzt sehen, wie (manche) Männer ticken, da ich nun durch diesen Bekannten Einblick darin habe, was bei einigen vorgeht, wenn sie ein "nein" erhalten und ein "ja" hören. Wenn diese Bekannte Sport macht, dann "macht sie das nur für" ihn. Wenn sie mit einem anderen ins Bett steigt, dann macht sie das, "um zu testen, ob sie es dann auch" mit ihm "kann". Wenn sie ihm sagt, daß´er ihr zu alt sei und nicht ihr Typ, dann "traut sie sich nur nicht". Ich fragte ihn, was sie denn sagen müßte, damit er kapiert, daß sie nichts von ihm will außer einer guten Freundschaft. Darauf kam keine so richtige Antwort, außer, sich nicht "so" verhalten. Als ich ihn fragte, was sie denn tue, meinte er nur: "NAJA, sie verhält sich halt so, als sei sie verliebt." Als ich weiter nachbohrte, kam dann, daß sie ihm viel von sich und ihrem Liebeslebenerzählt. Ich erklärte ihm, daß meiner Meinung nach man diese Dinge eher sogar einem guten Freund oder Kumpel erzählt als seinem Lover, bei dem man ja nicht seine gescheiterten Beziehungen ablädt, und daß sie es daher tut, weil sie ihn einfach als Freund mag und ihm daher vertraut. Wenn sie abrückt, sobald er sie anfaßt, dann sei das nur, weil sie beide nicht alleien seien. Wenn sie sich von ihm führen läßt, weil sie schlechter sieht als er, dann nur, weil sie in ihn verliebt ist, nicht etwa, um nicht in die Pfütze zu treten. Sie haut ihn, wenn er ihr versehentlich mit dem Fuß zu nahe kommt usw. Aber das seien alles Zeichen, daß sie generell nicht gerne angefaßt würde, auch nicht von anderen. Er findet für alles eine Erklärung. So kann sie tun,was sie will, Frauen meinen ja eh "ja", wenn sie "nein" sagen. Als ich diesem Bekannten nun von meiner Misere mit dem Verehrer erzählte, den er auch kennen gelernt hatte, meinte er, daß ich mich ja so verhalten hätte, als wolle ich doch was von ihm. Das deckt sich genau mit dem, was er in das Verhalten seiner Angebeteten hinein interpretiert. So vermischt er die beiden Dinge. Er versteht auch, daß mein Verehrer meine Aussagen nicht als eine Ablehnung einer Liebesbeziehung verstehen konnte, er habe es halt nicht verstanden, und ichh hätte nur GEMEINT, daß ich deutlich genug war. Der eine will mich, und ich ihn nicht, und der andere will unbedingt, daß ich ihm bestätige, daß seine Freundin ihn will. Die beiden Männer könnten sich die Hand geben oder einen Verein gründen, da gäbe es sicher noch andere dieser Exemplare. Ich finde es schade, daß solche Dinge dann so laufen. Mit meinem Ex-Freund habe ich nun ein ganz freundschaftliches Verhältnis, wir treffen uns alle paar Wochen mal zum Frühstück, aber dann ist es auch mal wieder gut, da er sehr "bevormundend" werden kann, alle möglichen Dinge in meiner Wohnung kontrollieren oder verändern oder beanstanden will ("Aus Deiner Heizung läuft Wasser." "Dein Glas steht zu weit an der Kante im Schrank." "Deine Spülmaschine öffnet sich zu nah an der Heizung." "Deine Thermostate sind verockert" usw.) , und ich daher nur dosierten Umgang pflege, und wir uns ab und an mal in der einen oder anderen Sache gegenseitig helfen. So läuft es eigentlich ganz gut. Wir brauchten auch ein paar Monate totalen Abstand, bis das so klappte. Ich hoffe, daß es endlich mal klappt, daß (bei Frauen) ein "NEIN" verstanden wird, wenn sie "NEIN " sagen und nicht ein "JA" hineingedeutelt wird.

Kommentare:

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