Dienstag, 29. Januar 2008
Geburtstagsfeier
Sonntag, 6. Januar 2008
Geburtstagsvorbereitungen mit Gedicht
Da mich diese Fragen alle sehr beschäftigt haben, hat mich, wie sehr selten aber bei solchen Anlässen typisch für mich, die Muse geküßt. Ich wollte eine originelle EInladung und hatte zudem noch keinen Weihnachtswunsch an meine Patenkinder. Da diese wie auch meine Schwester handwerklich begabt sind, habe ich sie sogleich mit der Gestaltung meiner Einladungen beauftragt. Mir ist dann spontan, ohne große Überlegung, ein Gedicht eingefallen, was treffend meine Zweifel, Ängste und Hoffnungen auf eine richtig schöne Geburtstagsfeier ausdrückt. Das habe ich dann an die beiden gemailt, und da alle Gäste nun dieses Werk eh schon in Händen halten, kann und will ich es hier veröffentlichen.
Versuch einer Einladung
Jedes Jahr dasselbe Thema,
und es läuft im selben Schema.
Ich sage mir, ich feier nicht,
und nun probier ich’s mit Gedicht.
Erst denk ich mir, feier doch allein,
ach den lad ich dann doch noch ein.
Aber wenn ich den und den lad ein,
soll der und der aber auch da sein.
Und größer wird die kleine Liste,
doch dann kommt wieder dieser Miste:
Das Telefon es läut gar wild.
Deine Einladung uns zwar gilt,
doch können wir heut leider nicht,
es schneit, es regnet, fürchterlich.
Der XY hat heut auch sein Fest,
man den doch nicht im Stiche lässt.
Die große Liste wird immer kleiner,
am Ende kommt dann doch fast keiner.
Ich feier nie mehr diesen Tag,
weil ja eh keiner kann oder mag.
Da hab ich mich nicht mehr getraut,
und die Mauer um mich aufgebaut.
Auch, man kann es ja kaum fassen,
wollt ich den Vierzigsten auslassen.
Doch Eltern, G’schwister kommen heut,
warum dann nicht auch andre Leut?
Doch bracht ich’s fast nicht übers Herz,
zu groß wäre der Absageschmerz.
Da dacht ich mir mach’s doch richtig schlau,
engagier Dir eine Einladefrau.
Nun raff ich mich erneut hier auf,
und laß dem Ganzen seinen Lauf,
lad Euch alle zum Geburtstag ein,
und hoff, es wird ein schöner sein.
Als kleine arme Kirchenmaus,
lad ich Euch in ein schönes Haus.
Geschenke will ich keine haben,
dafür sollt Ihr Euch selber laben,
Das Trinken und den Kuchen nun,
da dürft Ihr Euch dann gütlich tun.
Auch die Anfahrt kommt Euch teuer,
aber es ist halt mein Vierzigster heuer!
Daß Ihr auf diese Weise an mich denkt,
ist, was Ihr mir heuer schenkt!
Daß wir schön zusammenhocken,
kann ich Euch da nach Nürnberg locken?
Bitte sagt mir bald wie’s ist,
der 31. Dezember ist die Frist.
Ich hoff, daß ich auf Euch kann zählen,
und muß mich nicht mit Zweifeln quälen,
kommen die jetzt oder kommt was dazwischen?
Wird uns der Schnee noch eins auswischen?
Das frag ich Euch mit ’nem Gedicht?
Kommt Ihr nun, oder kommt Ihr nicht!???
Mal was "Künstlerisches"
Ich bin keine Dichterin, aber wenn mich was sehr beschäftigt, dann kommt es, ganz selten, mal über mich. Im Behördenstreß um meine Grundsicherung im Jahre 2006, der mich manche schlaflose Nacht gekostet hat, in denen mir die Platitüden der Sachbearbeiter immer wieder durch den Kopf hämmerten, ist zwangsläufig dieser Rap daraus entstanden.
Behörden-Rap
(Oder: In Teufels Küche)
"Das kann ich nicht, das darf ich nicht, ich komm in Teufels Küche"
Laß Diese Sprüche,
steck sie Dir sonst wo hin
mit Euch zu reden hat doch eh keinen Sinn
„Ich versteh Sie ja, doch sind die Hände mir gebunden“,
das hör ich schon seit Stunden,
der Verstand ist verschwunden
„Füll’n Sie den Antrag aus,
dann geh’n Sie mal nach Haus“.
Ich warte schon seit Wochen,
ich bin am Kochen,
was hab ich verbrochen
jedoch noch’n
Weilchen noch
In dem Behördenloch
Und meine Stimmungen
dann den Bestimmungen
und den Gesetzen
sich widersetzen,
ich will’n jetz’n
Positiivbescheid,
doch seid Ihr nicht bereit
Euch festzulegen.
Weswegen?
Weil die Kollegen,
die höheren Kollegen
Euch dann wegfegen.
Sie werden Euch bestrafen,
mit Euren Paragraphen
könnt Ihr ruhig schlafen.
Ach hör’n Sie auf zu wafen
von: "Ich würde, wenn ich dürfte, wenn ich könnte, was ich wollte,
doch was ich sollte,
ist nicht das Gleiche,
denn die Weiche
ist schon längst gestellt,
so ist das auf der Welt nun mal,
ich habe keine Wahl."
"Das kann ich nicht, das darf ich nicht, da könnt es Ärger geben,
denn mein Bestreben,
so ist das eben,
in diesem Leben
das geht nach oben,
damit sie mich dort loben.
Denn hier kann ich nichts gestalten,
Euch nur verwalten,
mein Gehalt erhalten."
Wie könn’n Sie das aushalten?!
Mit dem Rücken zur Wand,
nur mit Gesetzen zur Hand,
nur mit dem Sachverstand,
in diesem reichen Land,
wo ist der Menschenverstand?
Das ist doch hirnverbrannt!
Ich sag es ohne Hohn und dumme Sprüche,
denn in Wirklichkeit
tun Sie mir wirklich leid,
trotz hohem Arbeitslohn
sind Sie doch eh längst schon
in Teufels Küche!
Rückblicke -- Ausblicke
Letztes Jahr war viel los. Ich hatte im April eine Shunt-OP, im Juli eine Kur, habe das Dialysezentrum gewechselt und hatte im September eine Shunt-Aufdehnung, am 31. Oktober dann endlich eine neue Shunt-Anlage, die nun ganz gut läuft. Es dürfen nur ausgesuchte Leute punktieren. Es gibt nun auch schon Dialyse-Intervalle, in denen es mir richtig gut geht. Für jeden "guten Tag" gebe ich einen Euro in eine Spendendose. Es sind schon einige drin. Ich werde nun ab 14. Januar die Nachtdialyse machen und hoffe, daß es mir da noch besser geht. Leider gibt es nachts keine HDF, aber ich hoffe, die acht Stunden gleichen dieses Manko aus. Ich probier es einen Monat, dann entscheide ich, ob ich genug Schlaf kriege, um weiter nachts zu dialysieren.
Während meiner Kur habe ich meine Wohnung verschönern lassen. Das Schlafzimmer ist gestrichen, die Fensterrahmen sind weiß, die Vorhänge sind schön hell, der Boden ist aufgefrischt worden. Anfang 2007 sind ja auch die letzten neuen Möbel gekommen. Es gibt noch einiges mehr zu tun. Neben dem lelidigen Thema Abflußverstopfungen, das immer wieder auftritt und zu überzogenen Handwerkerrechnungen führt, muß ich eine Duschkabine bekommen. Das schönste Weihnachtsgeschenk dieses Jahr war, daß mir ein Mitpatient einen Handwerker vermittelt hat, der faire Preise berechnet. Ich hoffe, daß wir da einiges zusammen angehen können, da bei mir immer Bedarf ist. Es fallen immer wieder einmal kleinere und größere Handwerkstätigkeiten an.
Fridolilns Eosinophilie ist im Jahr 2007 sehr arg ausgebrochen. Es hat eine Weile gebraucht, einen Trick zu finden, ihm die erforderliche Medizin einzuflößen, was nun gelungen ist. Er kriegt neben allmonatlichen Cortisonspritzen nun auch Gestagene, die ich ihm am Tag zuvor in Wasser auflöse, damit er nicht checkt, daß ein Medikament im Futter ist. Er wurde dadurch von einem schlanken, drahtigen Kerlchen zu einem rechten Brummer mit Bäuchlein und Speckröllchen an den Seiten. Aber lieber rund und gesund als schlank und krank. Am Dienstag geht es zum Impfen, und ich hoffe, daß die Katzen sich in die Körbe eintüteln lassen, und daß er nicht wieder so ein Theater macht.
Am Dienstag und Donnerstag muß ich ins Schlaflabor. Ich hoffe, sie können die Ursache für meine Schlafstörungen finden. Eine davon ist wohl sicher der Kravall meiner Tiefkühltruhe, die ich an einen anderen Platz stellen muß.
Der zukünftige Führhund muß dann an die Stelle, wo nun die Tiefkühtruhe steht. Da wären wir nun auch beim Thema. Bald darf ich meinen Finn, den Königspudel sehen. Ich hoffe, wir kommen gut miteinander aus. Im Jahre 2009 darf ich ihn dann als meinen Führhund haben und muß die Gespannprüfung mit ihm bestehen. Ob er mit den Katzen auskommt, wird sich weisen, ich bin jedoch optimistisch diesbezüglich, da ich es bisher immer gut mit den unterschiedlichsten Katzen hinbekokmmen habe, und wenn die merken, daß er mein Hund ist, und er sie in Ruhe läßt, werden sie sie ihn sicher in Frieden lassen.
Außerdem habe ich mich bei einer Kontaktbörse angemeldet und schon einige Treffen aber noch keinen TreffER gehabt. Neben einem, der sehr schnell deutlich machte, daß er unbedingt sofort eine Freundin will und dies auch gleich für das "Eine", habe ich noch einen Hypochonder kennengelernt, der mir gleich vorjammerte, daß er ja auch ein paar gesundheitliche Probleme hat, daß er eine Nasen-OP hatte und einige Zipperlein mehr. Er wollte auch gleich wissen, ob meine Krankheiten ansteckend seien, da er sich immer alles sofort einbildet. Die Nasen-OP habe ich en passant neben drei Shunt-OPs selbst schon gehabt. Außerdem habe er "nur" einen Doktor, und da komme man nicht weit mit, wenn man an der Uni eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt. Ich hätte gerne mit ihm getauscht, denn der hat drei Stellen, und ich GAR keine mehr! Ich habe auch eine sehr nette Telefonbekanntschaft mit einem blinden Klavierstimmer, der auch einiges in puncto Arbeitsverhinderung schon durchgemacht hat, und mit dem ich einige Gemeinsamkeiten entdeckt habe. Ob wir wohl mal zusammen Kabarett machen, oder ob es noch andere Gemeinsamkeiten gibt?
Dieses Jahr will ich endlich mal wieder in Urlaub fahren, vielleicht sogar auf das Gut Aiderbichl in Österreich, wo sie so viele Tiere haben, oder nach Spanien, wo es auch kostenlose Quartiere für Dialysepatienten gibt, gesponsort von Braun oder anderen Dialyseherstellern. Dafür muß das Geld aber reichen. Das Geld geht gerade drauf für eine Duschkabine, für andere handwerkliche Sachen, und ich suche ja immer noch DEN Festplattenrekorder, der Zweikanalton aufnimmt. Zum 40. Geburtstag, den ich am 20. Januar feiere, erhalte ich von meinem Vater ein durchsichtiges Dach über meinen Balkon. Das machen wir aber erst im Sommer, damit die Kälte nicht die Bohrlöcher einreißen läßt.
Insgesamt hoffe ich, daß das Jahr 2008 besser verläuft als das vorherige, daß sich mal mehr Positives tut, daß die Dialyse besser wird, daß es mit dem Hund vorangeht, daß Fridolin und Jakob gesund bleiben, daß ein paar Überraschungen passieren, wo ich denken kann: DAS hätte ich NIE gedacht, daß DAS mal passieren würde! Langweilig ist es zwar bei mir nie, aber die meisten Sachen fahren doch im gleichen Wasser, auch wenn es turbulent auf und ab geht, aber aus dieser eingefahrenen Bahn mal richtig rauszukommen, mal was eben Überraschendes zu erleben, das wäre schön. Das Leben ist ja noch nicht vorbei. Ich würde so gerne noch etwas mehr teilhaben am Gesellschaftsleben, zum Beispiel in einer Folkband spielen, wofür ich auch eine Anzeige aufgegeben habe, mich politisch engagieren, zu etwas in der Gesellschaft Nütze sein, mich trotz meiner Krankheit mit meinen Fähigkeiten und erlernten Fertigkeiten mehr einbringen können, und nicht so parallel in meiner eigenen Wohnung dahinleben. Das Leben muß noch mehr sein als Krankheiten, Behördenstreß und handwerkliche Verbesserungen in den eigenen vier Wänden. Dazu bin ich mit 40 noch viel zu jung!
Samstag, 15. Dezember 2007
Festplattenrekorder -- diese blöde Technik!
Neues vom Kater Fridolin
Der Fridolin bekommt jetzt außerdem Rentier und Strauß, zwei abgefahrene Sorten, die bisher nur als Hundefutter aber bald auch als Katzenfutter verfügbar sind. Da es keine einheimischen Fleischsorten sind, hat sein Körper noch keine Antikörper dagegen gebildet. Sobald sein Körper sich auch gegen diese Sorten wehrt, hat er sich die Allergie gegen die herkömmlichen Sorten wegen der langen Pause dann schon wieder "abgewöhnt", und ich kann ihm dann wieder die normalen Fleischsorten geben. So ist zumindest die Theorie der Tierärztin, ob es gelingt, bleibt dann abzuwarten. Es ist noch nicht viel besser geworden mit seiner Stelle am Bein. Aber wenn ich ihn nicht dazu gebracht hätte, Medizin zu nehmen, hätten wir ihn letztendlich sogar einschläfern lassen müssen, da ich das nicht länger mitmachen kann. Es ist anstrengend, teuer und letztendlich sogar gefährlich, sowohl für die Katze selbst als auch für mich in meinem Gesundheitszustand, wenn er mit offener Wunde in der Wohnung herumläuft, mal abgesehen davon, daß er alle Möbel vollgeschmiert hat. Aber wir hoffen, daß es jetzt endlich zuheilt und auch nicht ständig wieder aufgeht. Ich will ihn doch behalten! Er ist ja ein lieber Kater, und er hat sich mich ja ausgesucht, und er hat eine eigene Persönlichkeit!
Gesundheit
Ich habe mich nun doch für den Führhund entschieden. Ich hoffe, es wird klappen. Es wird schwer, aber es kann funktionieren. Im Januar werde ich Finn, einen sechsmonatigen Königspudelrüden das erste Mal treffen. Er soll sehr ruhig und friedlich sein.
Das Wochenende und die kommende Woche hätte ich viel vorgehabt: Esperantotreffen, meinen Bruder besuchen, einen Friseurtermin, der bereits ein Vierteljahr vorher bestellt war, da um Weihnachten herum bei denen so viel los ist, und sie mir schon bei meinem letzten Termin im Oktober empfahl, gleich schon zu buchen, ein Arzttermin, den ich ebenfalls schon im September festlegen mußte, usw. Da ich krank bin, nutze ich die Zeit, um meine Weihnachtsgeschenke für Freunde zu machen.
Leider hat der MdK die fünf Dialysen pro Woche nicht bewilligt, bzw. er meinte, Sie können gerne fünf Mal pro Woche machen, aber das ist in der Wochenpauschale der Ärzte bereits enthalten. Da diese Pauschale nur für 3,2 Dialysen pro Woche ausgelegt ist, sind meine Ärzte nicht bereit, mehr als drei Dialysen pro Woche durchzuführen. Daher haben wir nun auf dreimal sechs Stunden erhöht. Ich habe vor, in die Nachtdialyse zu gehen. Diese dauert dann 7,5 - 8 Stunden. Wenn ich das aushalten und dabei auch noch schlafen kann, und mein neuer, nun besserer Shunt das mitmacht, wenn ich mich einmal im Schlaf bewege, werde ich es so beibehalten. Parallel hierzu will die Kasse ein Zentrum suchen, welches bereit ist und die Kapazitäten hat, mich viermal pro Woche zu nehmen, falls es mit der Nachtdialyse nicht klappt, oder mir das lange Intervall immer noch Probleme machen sollte. Möge es alles so klappen, wie ich es mir vorstelle. Es wäre schon traurig, wenn sich kein Zentrum bereit finden würde, jemanden wie mich viermal zu nehmen, zumal andere Patienten das auch bekommen, wenn sie es brauchen, und ich habe ja hinlänglich gekämpft und mich bemüht. Ich hoffe, die Kasse sucht auch wirklich. Ich selbst werde nicht suchen, denn die Zentren sagen einem zu, wir machen viermal, und wenn man dort ist, halten sie ihre Versprechungen dann wieder nicht. Der Kasse müssen sie eine verbindliche Zusage über vier Dialysen machen. Aber mal sehen, was die Nachtdialyse bringt. Vielleicht ist das ja die beste Lösung.
