Freitag, 17. April 2009

Vermieterwechsel

Nun habe ich eine neue Vermieterin. Meine alte hatte damals bei ihrem Leben geschworen, nicht zu verkaufen, so lange ich drin wohne. Diese neue Vermieterin, diebereits den Großteil der Wohnungen in diesem Hause innehat und mit meiner Wohnung nun das Sagen an sich gebracht hat, hatte schon länger nach meiner Wohnung "getrachtet" . Sie hatte angekündigt, sie wolle das Haus dämmen, die Wohnung kaufen, sie dann teurer vermieten. Meine alte Vermieterin hatte sich heftig gewehrt, ich solle nur ja nicht mit dieser Person sprechen usw. Über Bekannte dieser potentiellen Vermieterin, die mich wiederum vom Tauschring kennen, wurde ich dann ausgehorcht wie es mir ginge usw. Damals kam eine Architektin und Energieberaterin, deren Freundin ich vom Tauschring kenne. Es stellte sich heraus, daß die nur hören wollten, ob sie nun mit den Arbeiten beginnen könnten. Es wurde ja, wiebeschrieben, alles gedämmt mit den chaotischen Folgen, unter denen wir teilweise heute noch alle leiden. Damals mußte ich unterschreiben, daß die Bauarbeiten dann und dann ferttig seien, daß es laut würde, man keine Mietminderung machen dürfe, da dies zumutbare Veränderungen und Bauarbeiten seien (da schimpfte der Mieterverband mit mir, ich hätte das nicht unterschreiben dürfen und müsse vorher Rat bei ihnen holen, weil das nicht in Ordnung sei), und daß dieMiete um 93 Euro erhöht würde. Meine alte Vermieterin meinte, ich solle das ruhig unterschreiben, das sei alles "nur pro forma". Nun, da der Eigentümerwechsel vonstatten ging, da meine Vermieterin sehr schwer krank wurde, rief mich die neue Vermieterin an. Eigentlich sollten wir noch ein Übergabetreffen machen, und eigentlich wollte die alte Vermieterin der neuen das Versprechen abnehmen, die Miete nicht zu erhöhen. Und falls ich Fragen oder Probleme hätte, sie kenne diese Frau schon seit ihrer Kindheit, und sie würde mir schon helfen. Nun rief also Knall auf Fall die Neue an und meinte auf meine Gretchenfrage, wie sie's mit der Miete halte, nun würde sie die Miete erhöhen, ich hätte ja unterschrieben. Auf das Versprechen der alten Vermieterin hingewiesen, sagte sie, ja, sie würde außer dem, was ich unterschrieben hätte, nichts erhöhen. Außerdem käme das doch alles aufgrund der Dämmung wieder rein, da ich ja jetzt soviel sparen würde. Der Müll räumt sich jetzt wohl nun auch von selbst weg, und das Treppenhaus wird auch automatisch gereinigt, so entfallen wohl dann auch künftig diese Nebenkosten. Es ist ein ganz kleiner Betrag, den die Heizkosten ausmachen. Bei 103 Euro Nebenkosten kann man eine Erhöhung von 93 Euro nicht reinholen. Sie wird nun die neue Miete ausrechnen. Ich habe ihr bereits eine Mängelliste geschrieben, und ich habe an sie appelliert, daß sie, wenn sie erhöht, ich ausziehen muß, und sie vielleicht keine so zuverlässige und lange Mieterin mehr finden wird. Ob ihr das egal ist, erfahre ich dann bald. Jedenfalls tobt sie sich mit der "Geschdalldung" unseres Hauses aus. Der untere Teil ist Terrakotta, der obere Teil ist Gelb, und über der Haustür prangt ein knallroter Baldachin als Regenschutz, der zu allem Möglichen einlädt....

Wasserschaden ENDLICH behoben

Nun kam gestern endlich jemand, um meinen Wasserschaden vom 19.12., in Worten vom NEUNZEHNTEN DEZEMBER 2008 zu beheben. Nachdem ich mir erst erkämpft hatte, daß jemand den Wasserschaden stoppt, dann ein Gebläse zum Trocknen aufgestellt wird, dann jemand kommt, um das Ausmaß der Tapezierarbeiten zu bestimmen, war erstmal totale Funkstille. Die Verwaltung wartete angeblich auf das GO von der Gebäudehaftpflichtversicherung. Ich rief mehrfach bei der Verwaltung an und dachte mir schon, daß die wieder nur pennen. Als dann der Vermieterwechsel kam, von dem ich dann noch in einem anderen Post erzählen werde, ging es auf einmal schnell. Der neuen Vermieterin, die laut Aussagen im Haus dicke mit der Verwaltung ist, wurde sofort berichtet, die Versicherung habe nun die Reparaturkosten genehmigt. Die neue Vermieterin gab mir die Nummer der Firma, die dies erledigen sollte. Der Mann dort meinte, er sei jetzt im Urlaub, er würde jemand anderen beauftragen. Als ich nachOstern wieder anrief, weilte er noch immer im Urlaub. Er meinte, die Nummer der anderen Firma habe ern nicht. Aber ich konterte, daß er ja schließlich dort angerufen habe, also muß er die Nummer auch irgendwo und irgendwann gewußt haben. Er hatte sie dann im Handy. Ich rief an, und sofort gab man mir bei der neuen Firma einen Termin, und der Mann kam auch püntklich. Es wurde alles gemalert und tapeziert usw. Da alles sowieso neu gestrichen werden mußte, wurde auch gleich meine Bordüre über den Fliesenspiegel in der Küche hingeklebt und die Küche im passenden Beigeton gestrichen. Es sieht sehr schön aus. auch im Bad ist nun alles paletti. Bin ichfroh, daß es alles geschafft und erledigt ist. Num muß noch das Schränkchen wieder hochgewuchtet und das gesamte Arsinal an Reinigungsmitteln wieder auf das Brett im Bad aufgestellt werden, dann ist alles wieder wunderbar!

Auch das Geld für die Fliesen auf dem Küchenboden habe ich endlich erhalten. Die Verwaltung hatte es längst bekommen, mir aber nichts gesagt. Bei der Gebäudehaftpflichtversicherung, die ich im Zuge der ANwaltsbriefe anrief, erfuhr ich durch einen Zufall, daß diese das Geld längst an den Versicherungsnehmer, die Hausverwaltung, überwiesenhabe, man mir das als Nicht-Versicherungsnehmerin aber gar nicht sagen dürfe. Nun rief ich auf Anraten meines Caritas-Betreuers bei der Hausverwaltung an und fragte scheinheilig, ob die Verwaltung Geld erhalten habe. Das wurde verneint. Daraufhin sagte ich, daß ich wisse, daß Geld überwiesen wurde. So wurdde in Salamitaktik doch noch damit herausgerückt, daß das Geld schon da sei. Ich rief also meine Vermieterin an, und dann teilte ich ihr noch schriftlich mit, daß das Geld bald bei ihr eintreffen würde. Diesen Brief schickte ich in Kopie an die Hausverwaltung. So blieb denen gar nichts anderes übrig, als das Geld von der Versicherung an die Vermieterin zu überweisen, die es dann wiederum an mich überwies.

Dann gab es noch Streß mit der Rechtschutzversicherung. Diese hatten ja schriftlich zugesagt, die Anwaltskosten zu übernehmen. Dies ersparte mir den Gang zum Amtsgericht und lange Anträge und Wartezeiten. Nun, als alles bereits im vollen Gange war, teilten die mir mit, ich hätte ja eine Eigenbeteiligung von bis zu 103 Euro, und die Anwaltskosten beliefen sich nur auf 81,54 Euro. Ich schrieb an die Versicherung, daß sie mich eigentlich vorher darauf hätten hinweisen müssen, daß ich eine Eigenbeteiligung habe, denn der Vertragsabschluß war vor 10 Jahren, und deshalb fragt man ja vor einem ANwaltstermin auch an, ob es übernommen wird. Nun konte ich nachträglich nicht mehr zum Amtsgericht gehen, denn das geht nur im Voraus. Ich stellte die Versicherung vor die Wahl, mir entweder den Betrag zu zahlen und mich in die bessere Gruppe einzustufen, oder sie verlieren eine Kundin. Als ich dort anrief, hieß es, das Geld sei schon überwiesen, und der Makler würde sich bei mir melden, um mich in die Gruppe ohne Selbstbeteiligung einzustufen. Aber dann setzte er noch nach, ich hätte ja letztes Jahr diesen Medizinanwalt konsultiert, und da hätte ich auch eine Eigenbeteiligung gezahlt, und daher müßte ich das wissen. Ich habe damals aber nichts davon mitbekommen, da der Anwalt das alles selbst geregelt hatte. Ich habe damals nur ein paar Formulare unterschrieben. Daß die Kosten, die das Amtsgericht nicht zahlte, dann vom Rechtsschutz übernommen wurden, hatte ich nicht mitbekommen. Dies beteuerte ich gegenüber diesem Versicherungsmenschen am Telefon, aber das ließ er abtropfen. Ich ärgerte mich, denn so wurde ich ja hingestellt, als ob ich es mit der Eigenbeteiligung gewußt hätte, es aber einfach mal probiert hätte, ob ich damit durchkomme. Nur, weil andere so sind, muß man nicht von den Einzelfällen auf alle anderen ehrlichen Menschen schließen. Jedenfalls bin ich froh, daß sie doch so kulant waren, aber gleichzeitig traurig, daß man so etwas nicht klären kann wie mit dieser "Verdächtigung". Nun ist die Sache zumindest ausgestanden.

PC günstig abzugeben

Sonntag, 15. Februar 2009

Der Oberhammer des Monats

Vor drei Tagen erhielt ich eine Zahlungserinnerung, wo ich doch immer alle meine Rechnungen sofort begleiche. Der Brief kam vom Bezirk, von dem ich meine Grundsicherung erhalte. Ich habe 683,22 Euro an ausstehenden Forderungen noch zu zahlen. Diese habe ich zuviel erhalten.

Als der Chef der Caritas anrückte, riefen wir sofort beim Bezirk an. Es stellte sich Folgendes heraus: Während meiner Arbeitszeit habe ich an die VBL eine Zusatz-Rentenversicherung eingezahlt. Mein Betreuer von der Caritas hatte die Idee, daß wir diesen Einsatz in Höhe von 820 Euro doch von der VBL zurückfordern könnten, da ich ja nicht mehr arbeitsfähig bin. Dies taten wir auch und meldeten es ehrlicherweise auch dem Bezirk. Dieser meinte, er würde einen Monat das Geld mit der Grundsicherung von 683,22 Euro verrechnen, und somit dürfe ich von den 820 Euro 140 Euro einbehalten, davon könne ich mir ja das Lichttherapiegerät kaufen, das ich vom Arzt verordnet jedoch von der Kasse nicht gezahlt bekommen habe. Die Frage war nun: zahlt der Bezirk automatisch jeden Monat das Geld, und ich muß es dann für den besagten Monat einfach zurück überweisen, oder wird das Geld mit der monatlichen Zahlung verrechnet, so daß ich einfach in diesem besagten Monat nichts vom Bezirk bekomme? Wir sahen auf meinem Konto nach und fanden einen Euro vom Bezirk. So war uns klar, ich muß nichts zurück überweisen, sie haben es direkt miteinander verrechnet. Wir lachten noch über den einen Euro, den sie extra noch überwiesen hatten. Der Kontostand war ja dennoch hoch, da ich ja die 820 Euro von der VBL bekommen hatte, so fiel mir nichts Besonderes auf. Daher beharrte ich auch darauf, daß ich in diesem besagten Monat kein Geld bekommen habe, da ja die VBL eine hohe Zahlung an mich gegeben hatte, dies direkt mit der Grundsicherung verrechnet wurde, und somit auch nichts an den Bezirk zurückzuzahlen war. Aber als wir nachsahen, der Caritaschef und ich, waren die 683,22 DOCH eingezahlt worden! Wie war das möglich, wir hatten doch diesen einen Euro gesehen, es war doch sonst nichts überwiesen worden für diesen Monat! Es stellte sich heraus, daß wir ab dem 27.10. geguckt hatten, während das Geld aber am 24.10., also drei Posten oben drüber überwiesen worden war. Warum dann der eine Euro überwiesen wurde, wissen wir nicht. Wir hätten nur die Bildschirmausgabe der Kontoumsätze um drei Tage früher ansetzen müssen. Es kommt mir nicht wie Zufall vor, daß wir ausgerechnet diese Zahlung um drei Posten übersehen haben. Nun muß ich das ganze Geld zurückzahlen. Manchmal kommt es mir so vor, als sei das Geld damals wirklich nicht überwiesen worden, aber als ob irgend ein böser Geist es im Nachhinein in die Kontoauszüge und -umsätze hineingeschmuggelt hat. Da ich ja nie recht haben darf, und ich ja dann recht gehabt hätte, als ich sagte: "Schauen Sie, diesen Monat ist doch gar kein Geld vom Bezirk gekommen", hat sich im Nachhinein dieser Betrag sozusagen als "Geschichtsfälschung" selbst eingetragen. Manchmal kommen mir solche Gedanken, denn ich zweifele mittlerweile vollständig an meinem Verstand. Jedenfalls hat es eben einfach nicht sein dürfen, daß ich mit meiner Erinnerung und meiner Version der Dinge recht gehabt hätte. Wenn solche Dinge vorkommen, irre immer ICH mich, andere sind dann immer unfehlbar. Es kann und darf ni cht sein, daß sich dann halt mal der andere geirrt hat, daher ändert sich das dann m Nachhinein so, daß es für den anderen paßt. Ich kann also machen, was ich wil, das Schicksal nimmt sowieso immer den gleichen Lauf. Angeblich muß ich ja nur das zurückzahlen, was ich ohnehin zuviel hatte. So recht glauben will ich es allerdings nicht.
Daraus gelernt habe ich: Daß ich nie mehr ein Geld zurückfordere, von dem ich selbst sowieso nichts habe, und das nur wiederum dem Amt geschenkt wird.
Ich kann mich auf mich nicht mehr verlassen, und ich brauche mich nicht mehr abzusichern, denn es kommt sowieso, wie es kommt, und hinterher war es sowieso, wie ich es nicht wollte, egal, wie es wirklich war.

Computerkauf

Wie immer hat sich auch der Computerkauf zu einem endlosen Epos ausgewalzt. Ich hatte Ende 2008 meinen PC-Mann da, um einige Änderungen vorzunehmen. Da fragte er mich, ob ich einen PC haben wolle, den sein Freund nun wegen Geldmangels doch nicht kaufen wolle. Er würde nur 300 Euro kosten, hat zwei Prozessoren, 2 GB DDR-RAM und 200 GB Platte. Das wollte ich mir nicht durch die Lappen gehen lassen, zumal ich das XP Professional und die Worksuite dazu bekommen sollte. Also habe ich den PC gekauft, da mein alter aus dem Jahr 2002 es wahrscheinlich ohnehin nicht mehr lange macht, und dann das gute Angebot weg wäre. Als wir ihn angeschlossen haben, haben wir zunächst mal die Treiber der gesamten Peripherie neu installiert. Das Vergrößerungsprogramm Zoomtext haben wir uns für den Schluß aufgehoben, da der PC-Mann ja keine Vergrößerung braucht, und die ihn ja eher beim Arbeiten gestört hätte. Als wir aber dann Zoomtext vom Jahre 2002 aufspielten, erlebten wir eine böse Überraschung. DER GANZE PC war komplett lahmgelegt. Es ging nichts mehr. Der PC-Mann hat den PC nach VIEREINHALB Stunden Arbeit wieder eingepackt, alles rückgängig gemacht usw. Als er dann wieder kam, hatte der PC eine neue Graphikkarte. Wir luden die Demo-Version des neuen Zoomtextes herunter und haben den Autostart herausgenommen, da die Demo-Versions-Dateien sich mit anderen Programmen gebissen haben, die ebenfalls starten wollten. Es war aber noch viel zu tun, bis der PC lief, und es waren viele Einstellungen vorzunehmen. So hatte das Worksuite zwar eine Rechtschreibprüfung, die ging aber bei E-Mails nicht mit an. Das geht nur mit einem richtigen Word. Das luden wir dann aus meinem alten Bestand herunter. Aber es biß sich mit der Worksuite, so daß wir diese löschen mußten, was aber auch mehrmalige Anläufe benötigte. Dann ließ sich mein heiß geliebtes Kaspersky nicht von der altenFestplatte, die wir ebenfalls eingebaut hatten, da noch viele Daten darauf waren, nicht auf die neue C-Platte aufspielen. Nun mußte ich einen neuen Virenscanner herunterladen und kaufen. Aber der hatte keine SPAM-Schutz, und wir mußten extra einen Spam-Schutz installieren. Auf einmal fiel jedesmal die Sicherung heraus, wenn ich den Schalter für den Start des ganzen Systems umgelegt hatte. Der Chef der Caritas, der früher Elektriker war, meinte, es sei zuviel an der Leiste, und ich solle den PC im Wohnzimmer einstecken. So bauten wir eine Kabelverlängerung bis zum Wohnzimmer. Dann schaltete ich wieder ein, und kein PC-Bild kam. Als ich dann gucken wollte, ob vielleicht das Kabel vom Monitor nicht am PC angeschlossen war, habe ich gleich mal eben mit meinen langen Fingern noch das Netzkabel mit rausgerissen. Dann ging gar nichts mehr, und ich dachte, der PC sei wieder kaputt. Als der PC-Mann kam, stellte isch heraus, daß nur die beiden Kabel rausgegangen waren, weil eines der beiden nicht richtig angeschraubt war. Nun läuft der PC, aber ich muß mir noch die Vollversion von Zoomtext kaufen, die, da ich bereits die Basisversion noch von der Arbeitsaplatzausrüstung mit nach Hause genommen habe, mit Sprachausgabe statt 700 Euro "nur" 370 Euro kostet. Auch noch genug! Zum Glück wohne ich in Bayern (in DIESER Hinsicht zum Glück) und nicht in Niedersachsen, sonst hätte ich nur 220 Euro Blindengeld und könnte mir solchen "Luxus" einer Vergrößerungssoftware nicht leisten. Die Kasse zahlt entweder ein Lesegerät oder eine Vergrößerungssoftware. Das heißt: Wer seine Briefe unter eine Kamera zur Vergrößerung legen muß, braucht am Bildschirm offenbar keine Vergrößerung. Logisch, er kann sich ja den ganzen Bildschirminhalt jeweils ausdrucken und dann unter die K amera legen, haha!

Von Wasserschäden und Baustellen

Im Oktober wurde das Gerüst vor dem Haus aufgebaut. Mitte Oktober wurden die neuen Kunststoffenster eingesetzt. Dabei wurden auch die Fensterbretter herausgenommen. So mußte ich sechs Wochen auf neue Fensterbretter warten und mit den Topfpflanzen auf dem Tisch essen. Mein Caritas-Betreuer hat zweimal angerufen bei der Firma, aber jedesmal hieß es, wir rufen zurück. Es hieß zudem, daß man mich so schlecht erreichen könne, da ich nie da sei. Bei anderen wurde auf den AB gesprochen, auf diese geniale Idee sind sie bei mir nicht gekommen. Andere arbeiten acht Stunden täglich, während ich nur viermal sechs Stunden wöchentlich an der Dialyse bin. Ich wandte mich an den Mieterschutzbund, da ich der Vermieterin ein Druckmittel gegenüber der Verwaltung an die Hand geben wollte, da es so nicht mehr auszuhalten war. Kommentar der Verwaltung: Nur weil man nicht die Erste ist bei so einer großen Renovierung, braucht man nicht gleich zum Mieterschutzbund zu rennen. Irgendwann hat es dann doch geklappt, und die Fensterbretter sind nun breiter als vorher, auch was wert. Dann ging es ums Kämpfen für den Verputz um die Fensterrahmen herum. Dabei habe ich dann direkt einen Brief an die Firma geschrieben. Endlich wurde auch das erledigt. Beim Tapezieren und Streichen war es die Hölle in Dosen. Als ich die Vermieterin fragte, ob der Mann meiner Putzfrau, der die Küche nach meinem Wasserschaden fliest, auch gleich die Wände um die Fenster mit tapezieren und streichen soll, meinte sie, das würde von den Rücklagen gezahlt und von den Arbeitern mit erledigt. Als sie dann drei Tage später wegen dem neuen Waserschaden wieder anrief, meinte sie bei dieser Gelegenheit, ich solle doch mal den Fliesenleger fragen, was er fürsTapezieren nimmt. Als ich ihr sagte, zu spät, der ist schon weg, schimpfte sie, ich hätte das doch gleich mit erledigen können. Ich ließ ihr durch meinen Caritasbetreuer die Nummer meines Handwerkers geben und ihr nochmal erklären, daß ich die Nummer der Gebäudeversicherung wegen dem Wasserschaden nun endlich brauche. Sie rief daraufhin an und keifte wütend auf meinen AB, daß es eine Unverschämtheit sei, daß ich jemand anderen da bei ihr anrufen lasse, und VIELEN DANK für den Brief vom Mieterverband, Sie würde jetzt mit dem GRundbesitzerverband kommen. Einen Tag später erklärte ich ihr dann, daß ich den Brief vom Mieterverband nicht gegen sie gemeint habe, was ich ihr aber schon einmal erklärt hätte, und da meinte sie wieder, nein, ich solle doch nicht so dumm sein, und das mit dem Tapezieren und Streichen selbst erledigen, es würde doch von der Hausgemeinschaft mit gemacht. Dann rief sie drei Tage später wieder an, der Handwerker, den sie beauftragt hätte, würde sich nicht melden, und sie würde es weiter probieren, das würde aber bis nach Dreikönig dauern -- von mir aus bis Ostern. Dann rief sie wieder an, sie käme an den Handwerker nicht heran. Es stellte sich heraus, daß er krank sei und aufgehört hat. Also sollte ich dann doch meinen Handwerker anrufen, und dann hieß es wieder, nein, das würde ein anderer machen, der von der Hausgemeinschaft organisiert wird. Mir war es dann auch schon egal, und irgendwann kam er dann auch: Montag wurde tapeziert, Dienstag gestrichen. Der Boden vor der Balkontüre, wo eine Bohle fehlt, ist noch immer eine Stolperfalle. Als der Architekt wegen der Abnahme da war, schleifte ich ihn zu der Stelle und erklärte ihm, daß sich eine Blinde da den Haxen brechen kann. Und er versprach, daß es gemacht würde. Als immer noch kein Lebenszeichen eines Bodenverlegers kam, riefen wir den Architekten an. Der fragte nach zwei Wochen, ob sich nun die Bodenverlegerin gemeldet habe, und als ich verneinte, gab er mir ihre Handynummer. Als ich dort anrief, knurrte sie, daß sie doch dem Architekten gesagt habe, daß sie erst ab März könne. Also, März.

Der Wasserschaden, den ich verursacht habe, ist mittlerweile optimal behoben. Die Hausrat hat auch sofort ohne Einfordern von Nachweisen 60 Euro für mein kaputtes, durchweichtes Unterschränkchen gelöhnt. Aber die Hafpflichtversicherung zahlt nicht. Der Boden sei ja sowieso schon alt, und ich solle mich an die Gebäudehaftpflichtversicherung wenden, diese würde den Neuwert zahlen und sich dann für den Zeitwert ihrerseits an die Hafpflichtversicherung wenden. Wir waren deshalb bei der Rechtsanwältin. Schlau, wie wir nunmal sind, haben wir uns erst mal bei der Rechtsschutzversicherung abgesichert, ob sie die Kosten für den Fall übernehmen. Ja, mündlich wurde meinem Betreuer von der Caritas mitgeteilt, daß die Kosten übernommen würden. So blieb mir vorerst der Gang zum Amtsgericht wegen Prozeßkostenhilfe erspart, wofür hat man schließlich eine Rechtsschutzversicherung? Als wir bei der Anwältin waren, eröffnete diese uns, daß die Haftpflichtversicherung nicht dafür zuständig sei, denn ich habe den Schlauch ja versehentlich und unbemerkt von mir selbst beim Mülleimer-Rausholen mit herausgezogen. So schrieb sie an die Gebäudehaftversicherung, daß diese den Neuwert von 431 Euro für die Fliesen zahlen müsse. Dann kam der Brief der Rechtsschutzversicherung: Sie bezahlen nur die Beratung! Die Anwältin meinte, daß der Streitwert eh so gering sei, daß es nicht mehr Geld koste als für eine Beratung. Ich war beruhigt. Und dann kam der Hammer: Die Rechtsschutzversicherung hat eine Selbstbeteiligung von mir verlangt bis zu 102 Euro. Da das Anwaltshonorar wegen des geringen Streitwertes nur ca. 60 Euro beträgt, muß ich nun DOCH alles selbst zahlen und nun DOCH zum Amtsgericht hinlaufen, und um Prozeßkostenhilfe bitten. Von der Gebäudehafpflichtversicherung höre ich nichts mehr, die hüllen sich in strategisches Schweigen. Wir, bzw. die Anwältin, haben nochmal hingeschrieben. Wenn die nicht bald zahlen, werde ich mir die 300 Euro von meiner Vermieterin holen, die sie mir vor Zeugen versprochen hat, da der Boden ohnehin bald erneurt werden mußte, weil er eh alt war. Somit muß sie sich sowieso beteiligen. Dann habe ich wenigstens etwas.

Der zweite Wasserschaden, der einen TAG nach der Behebung des von mir verursachten Wasserschadens auftrat (Zufall?) ist noch nicht behoben. Sie haben erst mal einen Monat zugewartet und alles munter durch die Rohre in der Wand tropfen lassen, so daß sich an meiner Wand bereits Schimmel gebildet hat. Erst, als der Chef meines Betreuers, der ja inzwischen das Arbeitsumfeld gewechselt hat, in seiner energischen Art ZWEIMIAL bei der Hausverwaltung angerufen und Druck gemacht hat, haben die reagiert. Mein "Obermirnachbar Klausi", dessen Namen nur erwähnt wird, weil nomen schon manchmal omen est, -- wie man sich nur Klausi nennen kann --, hat ja steif und fest behauptet, bei ihm sei kein Wasserschaden an der Wand. Auf meine Bitte, endlich mal da zu sein, wenn die Männer mit den Wasserdetektoren kommen, meinte er nur, er habe denen doch seine Nummer gegeben. Einen Tag nach dem zweiten energischen Anruf meines Betreuerchefs war er seltsamerweise sofort daheim. Und der Schaden war, wie von mir vermutet, auch bei ihm in der Wohnung. Wie soll denn auch Wasser um die Wohnung des lieben Klausi einen Bogen machen und nur bei mir auftreten, es sei denn, der Rohrbruch hätte GENAU bei meiner Decke angefangen, was sehr unwahrscheinlich ist. Jedenfalls haben sie nun, nachdem sie das Rohr geflickt hatten, ein Gebläse unten am Anfang des Schachts, wo das Wasser in Strömen auf den Kellerboden und dann in einen Eimer geflossen ist, aufgestellt, womit trockene Luft in den Schacht hineingepustet wird. Aber es hilft nichts. nach zwei Wochen waren die Herren wieder da und haben ausgemessen, aber es ist noch genauso feucht. Nun muß ein Tapezierer kommen und die Tapete an meiner Küchenwand entfernen, damit sich nicht erneut Schimmel bildet. Bei mir hört nie etwas auf, bei mir ändert sich nie etwas, und wenn dieser Wasserschaden behoben ist, bin ich sicher, kommt gleich der nächste.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Meine KÜCHE ist fertig

Gestern kamen die Fliesenleger. Sie machten alles wunderbar. Schon heute, obwohl ich dachte, es müsse länger trocknen, kam der Schreiner und baute die Küchenmöbel auf. Die Küche mit den anthrazitfarbenen Resopalplatten und den Terracottafliesen sieht sehr gut aus. Auch ist alles, wie ich es wollte, es schaut einfach ordentlich und super gut aus, mehr kann ich gar nicht sagen. Auch mein Ofen hat jetzt einen würdigen Platz. Ich habe eine größere Spüle und muß mich erst dran gewöhnen, daß ich jetzt GERADE davorstehen kann. Auch das Geschläuch im Unterschränkchen ist gut verstaut, und vorne ist mehr Platz für den Mülleimer. Die Spülmaschine ist ganz links, so daß ich nun den ganzen Platz nutzen kann. Einfach süß! Und gar nicht teuer und sehr schnell erledigt!

Dann kamen aber wieder die NOA-Männer, die ich dreimal anrufen mußte, damit sie endlich die Waschmaschine bringen. Das Phänomen mit dem fehlenden Licht auf der Fortschrittsanzeige ist immer noch. Auch muß man neuerdings die Vorwäsche von Hand jedesmal neu eingeben, was vorher auch nicht so war. Nun bin ich zwangs-ökologisiert und spare mir eben die von allen bisher als unnötig angesehene Vorwäsche. Die Maschine geht. Jakobs Kissen vom Tragekorb, in die er reingepinkelt hat, als wir ihn heute zum Tierarzt scvhafften, wurden sauber, und die Maschine stellte automatisch die Programmreihenfolge her, die ich vorher eine Zeit lang von Hand erzwingen mußte. Ich habe nun insgesamt 100 Euro für die Reparatur hingeblättert, dafür hätte ich eventuell auch den Kundendienst von Miele holen können, und die hätten vielleicht den Programmfehler gefunden. Aber hinterher weiß man immer mehr.

Die Vermieterin kam nun an und meinte, sie habe doch einen Anstreicher und Tapezierer, der es für 82 Euro die Stunde erledigt. Ich solle doch nun meinen Handwerker fragen, ob er es billiger macht. Ich war sauer, weil sie mir erst sagte, es würde von den Rücklagen bezahlt, und ich solle mich nicht kümmern. Dabei war er VORGESTERN da, und er hätte es so schön mitmachen können! Hätte ich es einfach gemacht, wäre sie sicher sauer gewesen, weil sie vielleicht jemand Billigeres gehabt hätte. Wie man es macht! Nun wollte sie wissen, wieviel er verlangt. Als ich ihn anrief, war nur seine Frau da, die ihm das ausrichten wollte. Zwischenzeitlich rief die doch glatt wieder an und meinte, sie habe sich verlesen, der Handwerker, den sie hätte, würde eine Pauschale von 100 Euro verlangen, ich solle nun meinen Handwerker fragen, wie teuer es bei ihm sei. Da platzte mir dann der Kragen und ich sagte, sie solle bitte nun selbst bei diesem Handwerker anrufen, bzw. ich gebe ihm ihre beiden Nummern, SIE solle entscheiden und nicht ich! Außerdem hat mir die Haftpflichtversicherung geschrieben, ich müsse mich erst an die Gebäudeversicherung wenden, und die würden dann das GANZE bezahlen und würden es sich dann von meiner Haftpflicht anteilig wieder holen, da die Haftpflicht nur den Zeitwert und nicht den Neuwert zahlt. Das habe ich auch der Vermieterin gesagt, und die hat es kaum richtig kapiert. Nun habe ich meinen Betreuer von der Caritas auf sie angesetzt, der ihr sagen soll: Bitte setzen Sie sich mit dem Handwerker in Verbindung und entscheiden, wer kommen soll, und: Bitte rufen Sie die Verwaltung an, erbeten Sie sich die Nummer der Gebäudehaftpflicht und rufen Sie dort an und melden meinen Schaden. Ich hoffe, daß das lappt.

Die KÜche ist so schön anzusehen, und ich freue mich, daß sie gelkungen ist. Da der Boden nun gefliest ist, kann die Gebäudeversicherung nun nicht den Schaden begutachten. Hätte ich das früher gewußt, daß ich IN JEDEM FALLE erst zur Gebäudeversicherung muß, hätte ich die erst zur Begutachtung kommen lassen, bwz meine Vermieterin hätte sie zu mir schicken müssen.

Aber die Fliesen sind sehr schön, auch wenn noch die Dehnfuge hinein muß. Auch der Laminat vor der Balkontüre muß noch gemacht werden. Ich hoffe, bald ist der Rest auch so schön wie meine neue Küche. Lutz sagt, sie sähe aus wie eine Puppenstube. Fehlen noch die Vorhänge und die BOrdüre. Dann ist die Puppenstube perfekt!