Sonntag, 4. Dezember 2016
Geräteglück -- Gerätepech -- Geräteärger
Nun haben sich ziemlich viele Schwierigkeiten mit den neuen Geräten gelegt. Zum einen habe ich dann doch einen neuen Kurzzeitwecker zugeschickt bekommen. Den Kurzzeitwecker habe ich zusammen mit dem neuen sprechenden Fieberthermometer, über das weiter unten noch berichtet wird, zu unserem Blindenverband mitgenommen, da dort ein Lehrer für lebenspraktische Fähigkeiten arbeitet, der mir die Bedienung zeigen konnte. Der Wecker ist ziemlich komplex, der LPF-Lehrer musste selbst einmal das Gerät anschauen und die Gebrauchsanweisung lesen. Einiges war auch nicht sehr verständlich oder an anderer Stelle ganz anders beschrieben. Lustig war, dass die Batterien schon wieder fast leer waren. Als ich 3 Sekunden einstellte und auf den Piepton wartete, wurde das Piepen immer tiefer und immer länger, es klang wie in einem Science-Fiction-Film, als säßen wir in einem Raumschiff. Es war zumindest sehr komisch. Nun muss ich wieder Knopfzellen suchen und kaufen, wobei es für jedes Gerät ja wieder andere Knopfzellen gibt. Am Montag werde ich das mit meinem Helfer tun, und dann hoffen wir, dass das Gerät dann auch funktioniert.
Einer meiner Assistentin hatte ein sprechendes Fieberthermometer bei Tchibo gekauft, wobei er zunächst gar nicht wusste, dass seines sogar eine Sprachausgabe hat. Er hat dafür 20 EUR bezahlt und brachte es mir mit, damit ich ausprobieren konnte, ob ich ein Stirnthermometer und Ohrthermometer überhaupt bedienen konnte. Es war etwas schwer, die Kappe abzuziehen, unter der dann der Fühler für das Ohr steckte. Aber ich schaffte es dann nach einiger Übung. Das Ding sieht etwas aus wie eine Pistole, ich amüsierte mich köstlich, als ich mir das Gerät an die Stirn hielt und abdrückte. Ich stellte mir vor, dass das so auch die Adeligen gemacht haben, wenn sie sich umbringen mussten, weil sie etwas Schändliches getan hatten. Man musste es etwas in die Nähe der Schläfen halten und dann den Knopf drücken. Mein Helfer meinte aber, dazu braucht man schon ziemlich viel Fantasie. Auf jeden Fall hatte ich so ein Thermometer zuvor noch nie gesehen. Er sagte, wenn ich damit klar käme, würde er es mir für einen Zehner verkaufen. Ich dachte, ich könnte es ja noch einmal bei einer hochwertigen medizinischen Firma versuchen, bei der ich auch mein sprechendes Blutdruckgerät bekommen hatte. So schaute ich mit meinem neuen Smartphone im Internet und fand auch tatsächlich die Firma, wo ich dann sofort anrief. Man erklärte mir, die unverbindliche Preisempfehlung läge bei 66 EUR. Ich könne es aber nicht dort direkt bestellen, sie würden nur für den Großhandel liefern, ich sollte eben im Internet nachschauen, ob ich das Thermometer in irgend einem Internetshop finden würde. So schaute ich zusammen mit meiner Helferin, wobei sie auf ihrem Smartphone und ich auf meinem arbeitete, ich fand die Nummer, und sie wählte dann. Denn es gibt manche Firmen, bei denen ein Button vorhanden ist, der gleich den Wählvorgang einleitet. Dies war aber bei der Firma, wo ich auch die Uhr herhatte, und bei der ich nun das Thermometer für 25 EUR gefunden hatte, nicht der Fall. Ich erkundigte mich, und tatsächlich handelt es sich hier um ein Sonderangebot, wobei ich natürlich sofort zuschlug. Das Fieberthermometer war auch sofort nach einigen Tagen dar. Ich nahm es auch mit zu unserem Blindenverband, wo ich am selben Tag eben auch den Kurzzeitwecker näher erklärt bekam. Es war nicht schwer zu bedienen, aber auch hier war die Kappe sehr schlecht abzuziehen. Nach einigem Üben, und wohl auch deshalb, weil das Material etwas lockerer wurde, schaffte ich es mühelos, die Kappe abzuziehen und wieder drauf zu stecken. Das Gerät spricht nicht in jeder Situation, es sagt lediglich die Temperatur an. Der Mann am Telefon von der Medizinfirma meinte, das Gerät habe aber ein großes Display, da würde ich das dann schon sehen. Zuvor hatte ich ihm noch gesagt, dass ich fast blind bin. Selbst der Lehrer für LPF konnte das Display kaum lesen. Nun denn. Das Gerät gibt, nachdem man es eingeschaltet hat, und es seine Daten überprüft hat, einen Piepton von sich. Dann hält man es an die Stirn und drückt ab. Sogleich ertönt kein Schuss sondern die Temperaturansage. Wenn man die Kappe abzieht, muss man es etwas ins Ohr hinein drehen, da der Gehörgang ja etwas krumm ist. Hier muss man dann eine andere Taste betätigen, nämlich die gleiche, mit der man es einschaltet. Sogleich wird einem die Temperatur ins Ohr gesagt. Die Lautstärke kann man wählen, bzw. ein sehender, man selbst natürlich nicht. Es wundert mich immer wieder, wie die Firmen entscheiden, was einem blinden reichen muss. Es wäre doch genauso einfach, wenn man sich denn schon die Mühe macht, eine Sprachausgabe zu programmieren und zu installieren, das gesamte Menü mit der Sprachausgabe zu unterlegen. Nun denn, wenn die Einstellungen einmal vorgenommen wurden, muss man ja sowieso nicht mehr viel oder fast gar nichts mehr ändern. Zuhause probierte ich es noch ein paar Mal aus, wobei ich feststellte, dass die Temperaturen ziemlich hoch angesetzt waren. Ich hatte sogar ein paar Mal 38° Fieber. So nahm ich das Gerät mit in die Transplantationsambulanz, wo wir mit dem dortigen Fieberthermometer einen Vergleich machten. Es stellte sich heraus, dass ich versehentlich ein paar Mal den Knopf für die Stirn anstatt den für das Ohr gedrückt hatte. Außerdem habe ich im Ohr eine höhere Temperatur als im Körperkern. Dies war schon einmal irreführend, als ich einen Shunt revidiert bekam, und man mich nicht nach Hause lassen wollte, da man annahm, ich hätte Fieber. Als wir dann rektal gemessen hatten, stellte sich heraus, dass ich einfach nur heiße Ohren habe. Hätte ich das im Internat schon gewusst, hätte ich das natürlich für mich genutzt, denn da ich kein Fieber bekam, musste ich, egal wie dreckig es mir ging, zur Schule, und im Gegensatz zu den anderen, die das Essen ans Bett geliefert bekamen, musste ich mich selbst mit schwerer Bronchitis noch in den Speisesaal schleppen. Zumindest war nun geklärt, weshalb es im Ohr zu hohe Temperaturen ansagte, denn sonst hätte ich das neue Fieberthermometer gleich wieder zurückgeschickt. Denn der Lehrer für lebenspraktische Fähigkeiten meinte, sie hätten schon einmal den Vorgänger dieses Fieberthermometers dieser Firma gehabt und hätten den Kunden davon abgeraten. Ich fürchtete schon, dass das Gerät daher so günstig war, da die Internetfirma vielleicht ihre alten Bestände an Vorläuferprodukten loswerden wollten, ehe sie von der Medizinfirma die Neuauflage des Produkts bestellen würden. Aber offenbar handelt es sich um ein gutes Thermometer und tatsächlich einfach nur um ein Sonderangebot, wo ich einfach mal Glück hatte. Das alte Thermometer, mit dem man unter dem Arm misst, haben wir mit neuen Batterien bestückt, wobei die Handhabung immer noch schwierig ist, da es unter dem Arm sehr ungenau ist, bzw. überhaupt nichts ansagt oder mitten in der Ansage abbricht. Die Apothekerin beharrt immer noch darauf, dass ich es einfach nur falsch bedient hätte, und dass es unter dem Arm einfach nicht genau sei. Dabei ging es darum, dass es teilweise überhaupt nicht gesprochen hat, auch nicht dann, als die Batterien ausgewechselt wurden. Eigentlich war das Thermometer nicht von der Apotheke, daher verstehe ich nicht, weshalb die Apothekerin so starr auf einem Bedienfehler beharrte. Nun habe ich ja drei Möglichkeiten, da kann im Ernstfall auch nichts mehr schief gehen.
Ich hatte ja eine sprechende Uhr mit Funk und Solar gekauft, die mir relativ schnell kaputt ging, da ich mich gestoßen hatte. So sendete ich die Uhr an einem Montag ein, und prompt kam am Freitag eine neue Uhr zu mir zurück, und ich musste keinen Pfennig zahlen, da die Garantie übernommen wurde. Ich war wirklich glücklich, und mein Nachbar ließ es sich nicht nehmen, mit seinem Uhrmacherwerkzeug das Armband hin zu montieren. Als er es bei mir zu Hause probierte, viel eine der kleinen Nadeln mit den Spiralen, die in das Armband geklemmt wird, zu Boden, und nach vergeblicher Suche wollten wir schon aufgeben, als ich vorschlug, doch mal vielleicht etwas tiefer unter dem Sofa zu suchen. Es war tatsächlich dorthin gehüpft. Am Nachmittag, nachdem er alles mitgenommen hatte, rief er dann an und sagte, Du kannst schon mal Kaffee machen, ich komm jetzt vorbei. Er brachte dann noch Kuchen mit, und ich lud ihn dazu ein, denn er hatte mir schon sehr häufig geholfen. Nun war einfach einmal eine Einladung fällig gewesen.
Mit meiner Waschmaschine, die nun mittlerweile 18 Jahre alt ist, geht es wahrscheinlich bald dahin. Sie schleudert nicht mehr richtig, manchmal scheppert sie ganz laut, wenn sie in den Schleudergang wechseln will, und dann bleibt sie einfach stehen, und die Wäsche kommt ziemlich nass heraus. Wir haben dann einmal unten das Sieb geöffnet, wobei ein kleines Stückchen von einer Packung zweier Waschmittel-Tabs zum Vorschein kam, was aber eigentlich nicht zu dem Problem hätte beitragen dürfen. Ich hoffe aber dennoch, dass damit das Problem behoben ist. Meine Eltern haben mir aber zugesichert, mir eine neue Waschmaschine zu finanzieren, falls die alte nach langer Jahre Arbeit den Geist aufgibt. Nach 18 Jahren darf selbst eine Maschine einer hochwertigen Firma einmal kaputt gehen, doch sollte sie sich noch etwas Zeit damit lassen und dies nicht ausgerechnet jetzt tun. Bevor ich ins Krankenhaus gehe, werde ich noch einmal einen ganzen Schwungwäsche zu waschen haben, dann werden wir ja sehen, ob sie das durchhält. Inzwischen habe ich vier Maschinen gewaschen, die Maschine hat problemlos ihre Arbeit erledigt. Ich bin also guter Dinge, dass sie noch eine Weile ihren Dienst tun wird.
Ich habe bei einer Hilfsmittelfirma einen barrierefreien Eierkocher gefunden. Ich hatte schon immer Interesse an so einem Gerät gehabt, wusste aber nie, wie man den bedient, und hatte immer Angst, mich vielleicht zu verbrühen oder am heißen Dampf zu verletzen. Nun dachte ich, wenn der Kocher barrierefrei ist, gibt es vielleicht bestimmte Sicherheiten dafür. Da ich ja noch ein paar Weihnachtswünsche offen hatte, fragte ich meine Eltern, ob ich dieses Gerät bestellen und die Rechnung an Sie weiter schicken könnte. Außerdem gab es dort auch Einführhilfen für die Steckdosen, das ist besonders dann wichtig , wenn die Löcher im Winkel von 45° versetzt sind. Wie dies genau funktioniert , werde ich dann sehen, wenn das Paket da ist. Ich habe sechs Stück bestellt, denn man kann ja nie genügend solcher Hilfen für sämtliche Steckdosen haben, und ab sechs Stück wurde es etwas günstiger. Es war etwas schwierig, der Firma klarzumachen, dass meine Lieferadresse eine andere ist als die Rechnungsadresse, denn sie wollten mir die Rechnung mit ins Paket legen, was ja eigentlich nutzlos gewesen wäre. Tatsächlich hätte es 2,50 EUR gekostet, wenn sie die Rechnung separat an meine Eltern geschickt hätten. Somit fand ich über mein Smartphone die Mailadresse meiner Eltern heraus, die ich nicht auswendig kann, da ich sonst immer einfach nur den Namen eingebe, und sich die Adresse automatisch einfügt. So konnte ich ganz schnell, ohne den PC extra einschalten zu müssen, der Firma Bescheid geben. Noch am Abend kam dann die E-Mail mit der Rechnung bei meinen Eltern an, und meine Mutter schickte sie weiter an mich, da auch die Gebrauchsanweisung für den Eierkocher beigefügt war. Sie rief dann an und fragte mich, ob alles angekommen sei, und selbst während des Kochens konnte ich schnell auf mein Smartphone schauen und ihr eine E-Mail schreiben, dass alles da ist. Früher hätte ich dazu extra den PC einschalten müssen. In manchen Dingen ist zu ein Smartphone sehr bequem.
Mit dem Smartphone geht einiges schon besser, wo es wirklich unschlagbar ist, das ist der Fall, wenn ich irgendwo anrufen möchte, wo ich keine Telefonnummer habe. Selbst dann, wenn der Name nicht in meinen Kontakten ist, und ich den Befehl für das anrufen erteile, wählt das Telefon die richtige Nummer. Das geht aber nur, wenn die Firma dies entsprechend auf ihrer Homepage hinterlegt hat. Aber die meisten Kontakte trage ich jetzt ein, denn wenn ich schon einmal eine Nummer gewählt habe, brauche ich sie einfach nur den Kontakten hinzuzufügen, Name und Adresse und alle anderen Daten einzutragen, und wieder ist ein neuer Datensatz erstellt.
Was wirklich etwas nervenaufreibend ist, passiert dann, wenn ich versuche, ein Dokument zu öffnen, welches einer Mail beigefügt ist. Man kann entweder das Dokument selbst Antippen, auf speichern oder auf Download gehen, wobei ich wieder vergessen habe, was dann im Einzelnen passiert. Entweder es wird nur geöffnet, heruntergeladen und geöffnet oder nur heruntergeladen. Dann hat Word ein ziemlich kleines Bearbeitungsfeld, in dem dann die Nachricht oder der Text steht, der in der Datei zu sein hat. Das ist schon verwirrend, wenn der Finger dann außen rum noch eine ganze Menge andere Informationen findet, den eigentlichen Text aber nicht zu lesen bekommt. Es hat also gedauert, bis ein Textbearbeitungsprogramm auf meinem Smartphone installiert war, bis ich in der Lage war, die Dateien zu öffnen, und bis ich es dann auch noch schaffte, sie zu lesen. Nun wollte ich eben auch eine Datei speichern, aber, genauso wie gestern beim Lesen, hieß es, ich solle mich erst einmal bei Microsoft anmelden. Dummerweise hatte ich dort mein Passwort vergessen, was sich auch schon negativ auf mein Skype Konto ausgewirkt hat. Damals, als ich es zurücksetzen wollte, wurden mir eine Menge an Fragen gestellt, um mich als der rechtmäßige Besitzer des Kontos identifizieren, und auch um mich zu Authentifizierung, aber dennoch hat das nicht geklappt. Als ich dann bei der PC Firma anrief, und mein PC-Doktor am Telefon war, ging es dann auf einmal mit dem Öffnen. Heute wollte ich dann ein Dokument, das ich mit Word geöffnet hatte, speichern, aber wieder hieß es, ich solle mich bei Microsoft anmelden. Als ich dies irgendwie übergehen konnte, hieß es, ich solle eine der beiden Speicherkarten, den internen oder den externen Speicher wählen, indem ich im Kontextmenü auf irgend einen Knopf drücke. Ein Kontextmenü fand ich aber nicht. Irgendwann hatte ich dann das Kästchen zur Eingabe des Dateinamens gefunden, wobei aber dann auf einmal noch ein anderer Name dort war, wo ich noch einmal den Dateinamen hätte eingeben müssen. Ich habe überhaupt nichts mehr verstanden, mir muss man immer alles Schritt für Schritt erklären, und dann muss ich einfach die Reihenfolge üben, bis ich beim letzten Schritt angelangt bin, und dann erst kann ich alles von vorne bis hinten durchziehen. Dies ist ziemlich mühsam, wenn ich bedenke, dass jeder andere normale Mensch einfach ganz intuitiv das Gerät in die Hand nimmt und die Schritte durchführt.
Genauso wollte ich gestern eine Sendung nach hören, die man mir im Internet beim Deutschlandfunk empfohlen hatte. Somit suchte ich nach dem MP3 Download, aber ich konnte nichts finden. Somit ging ich auf den podcast, und mein podcast-Programm öffnete sich auch brav, aber ich verstand überhaupt nichts mehr. Bei mir muss man wirklich jeden einzelnen Schritt erklären, jede einzelne Taste, und jede einzelne Bewegung. Ich habe absolut überhaupt keine Intuition, und ich bin auch nicht in der Lage, den Transfer zu leisten, wenn ich einmal eine Aufgabe erledigt habe, dieselbe Aufgabe dann bei einem anderen Programm zu machen. Ich finde das furchtbar lästig, ich glaube, an diesem Punkt habe ich wirklich eine Lernbehinderung. Ich kann das nur, indem ich alles auswendig lerne.
Etwas stolz war ich dann schon, denn, ganz zu Anfang, als ich das Smartphone ziemlich neu hatte, hatte ich vor einigen Wochen einmal versucht, eine E-Mail als SMS weiterzuleiten. Da hieß es dann dauernd , die SMS können nicht gesendet werden, da der Inhalt zu groß sei. Dieses Mal habe ich tatsächlich wieder eine interessante Mail bekommen, die ich an einen Bekannten weiterleiten wollte, der keine Mailadresse hat. Ich fand auch die Stelle, wo ich die Mail als SMS versenden konnte, konnte auch mühelos den Namen heraussuchen, und tatsächlich ließ sich die SMS senden. Heute Morgen bekam ich dann eine SMS mit einem Dankeschön, und als er mich anrief, erzählte er mir, dass diese SMS in Seitenansicht kam, so etwas habe er noch nicht gesehen. Vielleicht hatte ich damals vergessen, irgendetwas zuzulassen oder zu ermöglichen, oder war diese SMS einfach klein genug. Ich würde es aber nicht schaffen, einen langen Text in mehrere SMS aufzuteilen, denn dann müsste ich bestimmte Absätze markieren und dann in jeweils eine neue SMS verschieben.
Das Diktieren einer E-Mail mit dem Smartphone klappt auch nicht gut, denn das Diktierprogramm schaltet sich einfach aus, oder, ohne, dass man es merkt, schreibt es nicht mehr weiter, und das kann ich ja nicht sehen. Normalerweise hört man es, wenn im Dokument einige Zeilen nach unten gescrollt wird, was ja beim Schreiben eines Textes passiert. Wenn diese Töne nicht mehr kommen, werde ich hellhörig und geh mit dem Finger auf das Bearbeitungsfeld, um zu hören, ob dort überhaupt noch der Text steht, den ich gerade erst einngesprochen habe. Wenn der Text sehr alt ist, und ich merke, dass ich dies schon vor Minuten gesagt hatte, werde ich sauer. Manchmal stoppt das Diktat, und dann spricht eine Mickymaus Stimme den Text noch mal, und wenn ich dann alles noch einmal stöhnend von vorne bis hinten diktiere, habe ich eine Endlosschleife. Es ist dann der Text im Text usw. Woher das kommt, weiß niemand. Mein PC-Mann hat dann einmal die Primärsprache auf Deutsch festgelegt, was vorher noch nicht geschehen war, aber das hat auch nicht geholfen. Wenn ich mit dem Headset diktiere, ist das prima, denn dann wird mir sofort das, was ich diktiert habe, noch einmal ins Ohr geflüstert. Ob das dann Einfluss darauf hat, dass sich nicht dauernd die Spracherkennung ausschaltet, habe ich bis jetzt noch nicht ausprobiert. Eine Erklärung, weshalb mein Programm solchen Quatsch macht, kann mir keiner geben. Natürlich kamen dann gleich wieder die mit einem iPhone und meinten, bei uns passiert das nicht. Nun denn, normalerweise passiert das bei Android auch nicht, und hätte ich ein iPhone, würde es mir vielleicht dort genauso passieren. Ich glaube, diese beiden Telefone geben und nehmen sich nichts. Zumindest bin ich insgesamt mit meinem Telefon sehr zufrieden, wenn es auch noch eine ziemliche Plage ist, einige Dinge zu tun.
Heute konnte ich zum Beispiel einen neuen Ordner anlegen, dies ist mir schon einmal gelungen, wobei zu Beginn das Telefon jedes Mal gemeckert hat, dass meine externe Speicherkarte schreibgeschützt sei. Das hat dann auch mindestens 1 Stunde gedauert, bis ich dies freischalten konnte. Zunächst bin ich dann einfach auf die interne Speicherkarte gegangen, habe dort den Ordner erstellt und ihn dann mühevoll auf die externe Speicherkarte kopiert. Manchmal muss man einfach Dinge umgehen. Zum Beispiel habe ich heute dann am Ende ganz entnervt aufgegeben, habe das Word Dokument dann einfach in die heruntergeladenen Dateien über den Download Button geschickt, dort habe ich es dann ausgewählt und per Ausschneiden und kopieren in meinen neu erstellten Ordner verfrachtet. Ich hätte es halt gerne, wenn man einfach beim Lesen eines Word Dokumentes eine Sache auch bequem abspeichern kann.
Es ist schon schön, wenn man sich das Leben mit solchen Dingen erleichtern kann, aber wenn man alles zusammenzählt, amortisiert sich die Zeit, die man in das Erlernen und das Erarbeiten dieser Dinge hinein investiert, nie, denn kaum profitiert man von den technischen Annehmlichkeiten, stellt sich das System wieder um, und man muss sowieso wieder etwas Neues lernen. Das Christkind soll dieses Mal auch ein neues update der Sprachausgabe Talk-Back meine Smartphones bringen, die soll sich dann kostenlos installieren, dann würde angeblich einiges besser werden. Dann würde auch der Cursor automatisch ans Ende des Feldes springen. Wenn ich jetzt zum Beispiel den Anfang oder das Ende eines Feldes wähle, springt er irgendwo hinein. Sobald ich mit dem Finger suche, wo der Cursor ist, stellt er sich dann wieder genau dorthin, wo der Finger ist. Das dürfte eigentlich nicht sein. Ich hoffe also, dass sich die Annehmlichkeiten noch etwas weiter entwickeln.
Neulich haben wir sogar schon das Navi benutzt, da wir meine Betreuerin besuchen wollten. Denn sie sollte eigentlich etwas für das Krankenhaus unterschreiben, wonach sich dann herausstellte, dass das gar nicht notwendig war. Ich sprach die Adresse ein, aber das Gerät war auf Auto gestellt, sodass wir einmal ums Karree herumgeführt wurden, denn wir mussten von hinten in die Straße hinein, da es sich offenbar um eine Einbahnstraße handelte. Aber alles in allem hat es gut geklappt. Ich bin der provokanten Ansicht, dass ein Navi für blinde unsinnig ist, denn wenn man eine Baustelle vor sich hat, kommt man auch nicht geradeaus weiter, und man kann nicht um diese Baustelle herumgelotst werden. Kleinere Hindernisse kann man sich mit dem Stock erarbeiten, aber um eine Baustelle kommt man nicht ohne weiteres herum, es sei denn, das Navi ist sehr genau und hat eine sehr dynamische Route, um einen dann immer zeitnah direkt dorthin zu lotsen, wo man nun den nächsten Schritt hin machen muss. Wenn man aber eine sehende Begleitung dabei hat, die so etwas nicht auf ihrem Smartphone hat, ist dies eine wunderbare Ergänzung. Ich gebe den Text ein, das Navi spricht den Text, und die sehende Person, die sich dort auch nicht auskennt, kann mich an die Stelle hinführen, wo wir hin möchten. Alleine würde ich mir das niemals zutrauen, denn erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Und so steht man dann wieder vor einer Baustelle und kommt auch nicht weiter. Ich habe ja einmal einen Blogeintrag darüber verfasst, dass ich probeweise ein Navi angeschafft hatte, und wie desaströs dies geendet hat, wobei es mich dann durch den halben Norden unserer Stadt geführt hat, bis ich endlich zu Hause war.
Da ich immer ziemlich große Probleme habe, einen Ampelmasten zu finden, wollte ich mir auch ein Ultraschallgerät zulegen. Den Ampelmasten muss man leider direkt auffinden, da die meisten Ampeln keine Töne von sich geben, sondern sich dort ein Kästchen befindet, an dessen Unterseite ein Pfeil angebracht ist, der vibriert, sobald es grün wird. Man muss also unbedingt direkt an diesen Ampelmasten heran. Leider beschweren sich die meisten Deutschen, wenn es zu laut wird, und daher sind angeblich diese Ampeln mit Geräusch eine Lärmbelästigung. Daher müssen wir leider mit diesen Ampeln vorlieb nehmen, wobei die neueren Ampeln mittlerweile auch Töne von sich geben. Es wäre aber zumindest sinnvoll, quer über den Gehsteig einen Markierungsstreifen zu legen, sodass man zumindest direkt zu dem Ampelmasten hingeführt wird. Die meisten Blinden haben aber einen gut ausgeprägten Fernsinn, da sie besser wahrnehmen und besser hören als ich. Ich kann zum Beispiel nicht hören, ob etwas von vorne oder von hinten kommt, das schaffe ich nur, indem ich meinen Kopf um 90° drehe, kommt es von rechts, dann hat jemand von vorne gerufen, kommt es von links, dann war jemand hinter mir. Früher hatte ich ein gutes Richtungshören, aber durch irgendwelche Ohrinfekte muss das verloren gegangen sein. Außerdem habe ich sowieso Probleme mit der Wahrnehmung, meine Freundin zum Beispiel kann Querstraßen hören, ohne, dass ein Auto vorbeirast, und ich würde noch über den Gehsteig stolpern, obwohl ich den Stock vor mir habe. Ich habe schon so manche Querstraße einfach überlaufen und gar nicht gemerkt, dass ich darüber gegangen bin, damit ist das Zählen von Straßen für mich ziemlich unsinnig. So kann ich eben auch keine Ampelmasten finden. Der Fernsinn bedeutet, dass man irgendwie spürt, dass dort ein Hindernis ist. Man kann dies ausprobieren, indem man einfach die Augen schließt und gegen eine Wand läuft. Man würde unmittelbar vor dieser Wand stehen bleiben. Wenn ich zum Beispiel gegen eine Glaswand laufe, bleibe ich automatisch davor stehen, da ich sie vorher schon spüre. Dies geht aber besser, wenn man sich mit jemandem unterhält, da dann der Schall zurückkommt. Es gibt heute ja bestimmte Techniken, wo man mit der Zunge schnalzt, und dann das Echo zurück erhält und dadurch in der Lage ist, die Dinge zu orten. Da braucht man aber ein sehr gutes Gehör, und man sollte möglichst früh damit beginnen. Ersatzweise kann man dies aber auch mithilfe eines Ultraschallgeräts erzielen. Die Idee dahinter ist, dass ein Hindernis dadurch angezeigt wird, in dem das Gerät vibriert, und man so mitbekommt, dass etwas vor einem ist. Da aber dauernd Gegenstände links und rechts und vor der Nase sind, vibriert das Gerät andauernd. Manche Menschen profitieren sehr davon, zum Beispiel ein Bekannter von mir, der um den Hals immer den sogenannten Bodyguard trägt.
Eigentlich sind diese Geräte dafür konzipiert, dass man eben auch dort geschützt ist, wo der Stock die Hindernisse nicht mehr anzeigen kann. Es kann durchaus passieren, dass man mit dem Stock ein Hindernis unterläuft, mit dem Kopf dann aber genau dagegen rennt. Wenn zum Beispiel ein Laster seine Ladefläche ausgeklappt hat, kann man sich böse wehtun. Es gibt auch Straßenschilder, die so niedrig hängen, dass größere Menschen mit dem Kopf dagegen stoßen. Ich ramme mir regelmäßig die Griffe von Fahrradlenkern in den Leib, da die Fahrräder schräg an der Wand stehen, und ich mit dem Stock das Rad nicht spüren kann, weil es zu nah an der Wand ist, wobei aber der Lenker heraus steht. Dafür wäre ja eigentlich auch der Einsatz eines Blindenführhundes gedacht, der bei mir ja nicht geklappt hat, was ich in mehreren Blogeinträgen hier geschildert habe. Einige dieser Ultraschallgeräte werden daher von der Kasse bezahlt, da man damit argumentieren kann, dass sie einen zusätzlichen Oberkörperschutz bieten. Zum Auffinden von Ampelmasten werden sie eigentlich nicht finanziert, aber so genau kann man das sowieso nicht abgrenzen.
Mein Mobilitätslehrer und ich haben also einen Termin ausgemacht, wann er einmal mit einigen Modellen vorbeikommt, damit ich sie testen kann. An einem Mittwoch kam ich also ins Beratungszentrum unseres blinden Verbandes, wo wir mit mehreren Geräten loszogen. Zuerst einmal lief ich in den Innenräumen und dem Treppenhaus herum, ich stellte aber schnell fest, dass die Geräte alle ziemlich oft vibrierten. Es gab auch einen Stock mit Laser, der komplett von der Kasse übernommen würde, der dann an der Hand Vibrationen verursacht, sobald man gegen ein Hindernis läuft. Wenn man also einen Ampelmast suchen würde, müsste man den Stock senkrecht stellen und in mehrere Richtungen drehen, da der Laserstrahl direkt am Griff angebracht ist. Dieser Stock ist aber ziemlich schwer, auf die Dauer würde ich mit meinen recht zarten und etwas angeschlagenen Gelenken Probleme bekommen. Daher schied dieses Hilfsmittel für mich schon einmal aus. Dann gab es noch ein Gerät, welches nicht größer ist als eine Zigarre oder eine Taschenlampe. Ohne die Gebrauchsanweisung gelesen zu haben fand ich ziemlich schnell heraus, wie man das Gerät einstellt. Das Manko war aber, dass das Gerät immer eine gewisse Vibration von sich gab, die sich lediglich verstärkte, sobald man an ein Hindernis kam. Der Unterschied war dann nicht mehr so deutlich. Mittlerweile haben wir aber gehört, dass es eine Möglichkeit gibt, dieses Basis-Vibrieren abzustellen. Dieses Gerät ist sehr günstig, es wird aber nicht von der Kasse übernommen. Dann wurde mir noch der Bodyguard vorgeführt, den man sich um den Hals hängt. Allerdings war der Akku etwas beschädigt, sodass wir ihn nach laden mussten. Man kann den Sender drehen, sodass er entweder nach oben, nach vorne oder Richtung Straße schallt. Es gibt eine Einstellung für eine lange und eine kurze Distanz. Dieses Gerät durfte ich zur Probe einen Tag mitnehmen. Glücklicherweise hatte ich genau an diesem Tag Ergotherapie, sodass wir nach draußen gingen, um es auszuprobieren. Das Problem war, wenn wir das Gerät auf lange Distanz einstellten, vibrierte es so gut wie nicht, da der Akku schwach war, und wenn wir das Gerät auf kurze Distanz einstellten, vibrierte es die ganze Zeit, so das eine Differenzierung überhaupt nicht möglich war. Außerdem zeigte es nur die Hindernisse an, die sehr breit waren, wie zum Beispiel Hinweistafeln in der Eingangshalle des Krankenhauses. Somit hätte ich einen schmalen Ampelmasten sowieso nicht auffinden können. Besonders begeistert war ich also nicht von dem Gerät. Abends hatten wir dann noch Treffen unserer Redaktion, wo der bekannte mit seinem Bodyguard war. Auch er stellte fest, dass wahrscheinlich mit dem Akku dieses Vorführgerätes etwas nicht stimmte. Somit gab ich es wieder zurück, aber besonders glücklich würde ich wahrscheinlich ohnehin nicht damit werden. Mein Wunsch, unmittelbar und vorwiegend Ampelmasten zu finden, kann sich leider nicht erfüllen, und man braucht extrem viel Übung und Geschick, um diese schmalen Stangen aufzufinden. Ich habe festgestellt, wenn ich gut drauf bin, und wenn das Wetter schön und klar ist, ist mein Fernsinn gut genug, sodass ich sogar die Ampelmasten aus einer recht guten Distanz finden kann und darauf zugehen, und durch das schöne Wetter dann auch das gelbe Kästchen am Ampelmast finden kann. Wenn das Wetter oder meine Stimmung trüb ist, kann ich überhaupt nichts finden. Dann laufe ich sogar direkt am Ampelmast vorbei, obwohl er 3 cm hinter mir ist. Obwohl ich ziemlich breit auspendele mit dem Stock, habe ich absolut keine Berührung mit dem Masten . So drehe ich mich um die Stange herum, laufe auf dem Aufmerksamkeitsfeld, wo der Bordstein zu der Ampelüberquerung hin abgesenkt ist, hin und her, aber ich finde keinen Mast. Auch stehen häufig Leute davor, sodass man nicht hinkommt. Das bedeutet, wenn ich fit genug bin, den Ampelmast zu finden, kann ich es auch so, und wenn die Bedingungen ungünstig sind, finde ich ihn auf keinen Fall, wahrscheinlich auch nicht mit einem Ultraschallgerät. Wenn ich noch einmal einen Bodyguard mit funktionierendem Akku bekomme, dann werden wir ihn noch einmal ausprobieren, und auch das kleine Gerät, das aussieht wie eine Zigarre, werden wir noch einmal testen, nachdem wir jetzt wissen, wie man die Vibrationen so einstellt, dass es tatsächlich nur dann vibriert, wenn der Schall von einem Hindernis reflektiert wird. Das wäre zu schön, wenn mir auch so ein Gerät das Leben etwas leichter machen würde, und dadurch meine Mobilität gesteigert werden könnte.
Als frischgebackene und stolze Besitzerin eines Smartphones nehme ich jetzt auch bei der Testung einer barrierefreien App für die Bahn teil, die sogar ansagen soll, wo sich die nächste Türe befindet, und die einem behilflich sein soll, seinen Platz im Zug zu finden. Bisher bin ich immer auf eine Mobilitätshilfe angewiesen, aber vielleicht würde ich es dann auch schaffen, alleine wieder zurechtzukommen. Die App soll auch den Inhalt der Anzeigetafeln auf dem Bahnsteig wiedergeben, aber
ob mir das dann etwas nützt, wenn es heißt, der Zug fährt heute anstatt auf Gleis drei auf Gleis vier, und ich dann Gleis vier wieder finden muss, ist fraglich. Nicht in allen Bahnhöfen gibt es eine Umsteigehilfe, und so wäre ich dann wieder etwas flexibler, wenn die App ihren Zweck erfüllt. Am 6. Januar bin ich zum 50. Geburtstag einer Freundin eingeladen und muss in eine andere Stadt fahren. Dort soll ich mir dann ein Taxi nehmen, um in irgend ein kleines Dorf mit Ober oder Unter so und so zu fahren, damit mich dort eine Arbeitskollegin von ihr mitnimmt. Ich hoffe, dass das alles klappt, und da könnte ich dann schon einmal diese App ausprobieren. Vielleicht sagt sie mir auch an, wo die nächste Treppe nach unten ist, wenn ich aus dem zugaussteige und auf dem Bahnsteig stehe.
Um meine Bankgeschäfte von zu Hause aus tätigen zu können, habe ich mich vor Jahren für das HBCI-Verfahren entschieden. Mir scheint dies das sicherste Verfahren überhaupt zu sein. Denn man macht seine Bankgeschäfte offline mit einem Programm, steckt eine Karte, die man halt niemals frei zugänglich herumliegen lassen darf, in einen Kartenleser, und wenn die Daten des Bankauftrags komplett in den PC eingetippt sind, gibt man auf dem Tastenfeld des Kartenlesers eine Geheimzahl ein , um den Auftrag freizuschalten. Somit unterhält sich nur das Kästchen mit dem Computer, es merkt nur, ob die Karte und die Geheimzahl übereinstimmen und teilt dann dem Computer mit, dass er jetzt den Auftrag senden darf. Niemand kann bei der Überweisung mitlesen, kein Trojaner würde hier etwas nützen, es sei denn, er wäre in das Bankprogramm eingeschleust worden, keiner kann die Geheimzahl mitlesen, es sei denn, man nutzt einen Kartenleser der Klasse eins, wo man die Zahlen auf der Computertastatur ein gibt. Ich hatte nun jahrelang einen Kartenleser der Klasse zwei, das bedeutet ohne Display. Auf einmal hieß es immer, ich hätte keine Chipkarte eingelegt. Ich zog mehrfach den USB Stecker aus dem USB-Hub , da ich dachte, vielleicht ist mit dem Stecker etwas nicht in Ordnung. Dann hat es komischerweise meistens wieder funktioniert. Aber das passierte erst dann, wenn ich jemanden anrief, der mir zu Hilfe eilte. Als es dann gar nicht mehr ging, erkundigten wir uns bei der Bank, und mit viel Mühe und Not überredeten wir den Bankangestellten, dass er mein Problem an die Techniker für diese Kartenleser weitergibt. Diese Techniker der Bank erklärten mir dann, dass es jetzt ein neues Sicherheitssystem namens Secoder 2 gibt, wobei die Kartenleser ein Display haben, auf welchem man dann die O. K.-Taste drücken muss, da auf dem Display noch einmal alle Daten angezeigt werden, bevor man den Auftrag abschicken kann. Dies wäre sehr problematisch für mich gewesen, denn es gibt keine sprechenden Kartenleser. Es gibt einen sprechenden TAN- Generator, den man an den Bildschirm halten muss, auf dem ein Muster abgezeichnet ist. Dies ist aber selbst für Sehende schwierig, wie mir unser Hilfsmittelreferent mitteilte. Ich sprach dann mit meiner Computerfirma, die mir erklärten, die mobileTAN oder diePush-TAN wären genauso sicher. Von der mobilenTAN hatte ich aber bereits negative Dinge gehört, so hatte eine Frau eine solcheTAN per SMS angefordert, die von Gaunern abgefangen wurde, und die Versicherung zahlte nichts, da man der Frau fahrlässiges Verhalten vorwarf. Man muss immer aufpassen, den sogenannten Medienbruch durchzuführen, indem man für den Empfang derTAN ein anderes Gerät benutzt als für deren Eingabe. Wie die Frau dieseTAN weiterverwendet hat, weiß ich natürlich nicht, aber sie wurde ja schon zuvor abgefangen, ehe sie überhaupt bei ihr ankam. Bei derPush-TAN liegt das Problem darin, dass man bei dieser App erst einmal die Geheimzahl eingeben muss, ehe man dieTAN lesen kann, und wenn man als Blinder mit dem Finger auf dem Touch-Display diese Zahlen abtastet, damit sie von der Sprachausgabe ausgelesen werden, kann es passieren, dass man die Zahlen verändert. Dies schien mir also auch nicht das richtige Verfahren für mich. Somit ging ich in einen Laden mit Elektronikartikeln und fand einen ziemlich kompetenten Mitarbeiter, der mir erklärte, dass ich durchaus einfach einen Kartenleser der Klasse drei, also mit Display, kaufen könnte, der würde dann sowohl für meine jetzige Karte mit unbegrenzter Laufzeit als auch für die neueren Karten gelten, die bereits Kontakt los verwendet werden können. Der neue Kartenleser ist in der Lage, auch ohne Berührung die Karte aus zu lesen. Dies brauche ich aber sowieso nicht. Er suchte mir einen mitSecoder 2 , wobei meine Computerfirma behauptete, dass diese Sicherheitsstufe auch schon ziemlich veraltet sei. So sagte mir jeder etwas anderes. Ich konnte den Kartenleser für 60 Euro mitnehmen unter der Prämisse, dass ich ihn vier Wochen ausprobieren durfte, und in dieser Zeit konnte ich ihn wieder zurückbringen, falls er nicht funktioniert hätte. Der Mann sagte mir lediglich, ich sollte die neuen Treiber herunterladen und das Gerät bei der Bank authentifizieren . Als ich das Gerät in den USB-Schlitz hinein steckte, erledigte es all dies von selbst. Zunächst tätigte ich einige Überweisungen mit Assistenz, falls wieder etwas schief ging. Der Grund, warum das Herausziehen und wieder Hineinstecken des USB Steckers mit meinem alten Gerät eine gewisse Zeit lang doch noch funktioniert hatte, lag nur daran, dass dann jedes Mal die Treiber neu geladen wurden. Dies war jetzt wohl nicht mehr nötig, das neue Gerät arbeitete nun einwandfrei. So konnte ich dann auch irgendwann angstfrei alleine ohne Assistenz wieder meine Geschäfte tätigen, ohne jedes Mal fürchten zu müssen, dass wieder etwas schief geht. Aber oh nein, als ich heute wieder eine Überweisung tätigen wollte und keine Angst mehr hatte, dass es schief geht, trat das alte Problem wieder auf. Ich war am Boden zerstört. Ich zog den USB Stecker mehrfach , steckte ihn mal in meinen USB-Hub und dann wieder in einen USB-Schlitz am PC. Es rührte sich aber nichts. Irgendwann schimpfte ich so laut, dass sogar meine Nachbarin an die Wand pochte. Und genau in dem Moment funktionierte alles wieder. Manchmal denke ich, dass es nur deshalb funktioniert, weil ich so laut schimpfe. Wie das genau bewirkt wird, verstehe ich nicht, aber es klappt jedes Mal. Leider sehe ich daher keine Veranlassung, dieses angeblich so unproduktive Verhalten fallen zu lassen, denn es ist jedes Mal erfolgreich. Ich wünschte auch, es würde einmal ohne zu schimpfen klappen. Aber nichts ist zu erfolgreich wie der Erfolg, und solange es so funktioniert, werde ich wahrscheinlich nicht davon ablassen. Nun haben wir es wieder zurückgesteckt an den USB-Hub und hoffen, dass dieses Problem nicht noch mal auftritt. Man sagte mir nämlich, früher oder später würde ich das Display benötigen, denn dann würde das Verfahren wieder auf den neuesten Stand gebracht, und es würde sich wieder einiges ändern. Daher hatte man mir ja auch so dringend geraten, mir möglichst schnell ein neues Kartenlesegerät anzuschaffen. Da hat man mal ein Problem gelöst, und schon tritt es wieder auf. Ich kann nur hoffen, dass es jetzt endlich Ruhe gibt, und das Gerät weiterhin anstandslos funktioniert. Nun habe ich aber wieder Angst und bin wieder aufgeregt, dass es wieder schief geht. Es wäre halt zu schön, an die Technik einmal angstfrei heranzugehen, aber kaum ist man beruhigt und denkt, jetzt hat es schon öfter geklappt, nun wird es funktionieren, bekommt man wieder den nächsten Dämpfer und hat bei der nächsten Gelegenheit wieder Angst und ist aufgeregt. Es darf einem halt nicht gut gehen. Man muss halt immer in Angst und Aufregung und unter Spannung gehalten werden. Keine Aussicht auf Entwarnung !!!
So gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich (theoretisch) das Leben zu erleichtern oder zu versauen. Denn die Schwierigkeiten, die dann wieder darin bestehen, diese Dinge zu lernen, gleichen aber meistens den Nutzen wieder aus. Dennoch sollte man mit der Zeit gehen, denn irgendwann gibt es die altmodischen Dinge nicht mehr, und dann wird man abgehängt. Das war auch meine Befürchtung und der Grund, weshalb ich mich dann auch letztendlich für ein Smartphone entschieden habe. Diese Technik bietet natürlich auch Potenzial zur Barrierefreiheit, zumindest theoretisch. Irgendwann werden wir einmal damit unsere Waschmaschinen oder die Spülmaschine bedienen können, denn es wird über kurz oder lang keine Geräte mehr mit Tasten sondern nur noch mit Touch-Screen geben. Vielleicht kehrt man aber auch zur guten alten Taste zurück, oder es gibt einen Mittelweg. Auf jeden Fall bleibt man dabei geistigfit. Und es ist auch immer wieder schön, wenn man mal eine Herausforderung besteht.
Sonntag, 27. November 2016
Die letzte Hürde,hoffentlich !!!
Die letzte Hürde, hoffentlich!
Da sich ja, wie in meinem Blogeintrag über die Transplantation schon geschrieben, entgegen all unsere Erwartungen die Nebenschilddrüsen nicht beruhigt haben, müssen sie jetzt raus. Die Niere wandelt das bereits von der Leber vorab in Calcidiol umgewandelte Vitamin D3 noch einmal in aktives Vitamin D , Calcitriol um. Das ist dann zuständig, um das Calcium aus der Nahrung zu ziehen, und davon kriegen die Nebenschilddrüsen über Rezeptoren auch etwas mit. Wenn dies nicht mehr funktioniert, merken die Nebenschilddrüsen, das Calcium im Blut fehlt. Daher produzieren sie dann Parathormon, das geht an die Knochen und aktiviert den osteoclast activating factor, der aktiviert dort die Osteoklasten, die wiederum setzen den pH-Wert nach unten, und so löst sich das Kalzium aus den Knochen. Wenn dann die Nebenschilddrüsen merken, dass wieder genügend Kalzium da ist, stellen Sie Ihre Produktion von Parathormon wieder ein oder reduzieren sie. Dies ist ein Regelkreislauf wie so viele im Körper. Wenn aber zu lange dieses aktive Vitamin D fehlt, oder wenn die Nebenschilddrüsen zu häufig Parathormon produzieren mussten, spielen sie verrückt. Dann bekommt man sie nicht mehr eingefangen. Ich habe jahrelang ein Medikament genommen, das den Nebenschilddrüsen vorgegaukelt hat, dass genügend Kalzium im Blut ist. Eigentlich habe ich sogar zu hohes Kalzium, aber die Nebenschilddrüsen sind jetzt so aus dem Regelkreis ausgestiegen, dass die das nicht mehr interessiert. Dennoch nehme ich noch die Höchstdosis an Mimpara, diesem sogenannten Calcimimeticum, und ich darf auch momentan keine Milchprodukte wie Käse, Quark oder Joghurt essen. Die Milch im Cappuccino gönne ich mir natürlich schon. Bereits bei der Reha hat man mir dringend geraten, diese Nebenschilddrüsen zu entfernen, da es schade um die neue Niere wäre, wenn diese wie alle anderen Organe auch, dann verkalken würde, da das überschüssige Kalzium sich in den Weichteilen, den Gefäßen und den Organen absetzt, andererseits habe ich aber nun eine Osteoporose, da das Calcium ja aus den Knochen gerissen wurde, als ob man an sein Festgeld herangeht, die Wertpapiere auflöst, das Depot plündert, und sich das Geld auf dem Girokonto stapelt. So war ich also bei verschiedenen Ärzten, um mir eine Meinung zu bilden. Meine Freundin hat mir eine Ärztin in Ihrer Nähe empfohlen, die bei ihr die Schilddrüse sehr gut herausoperiert hat und sich gut kümmerte. Die habe ich zuerst angerufen. Sie meinte, ich solle gleich die Schilddrüse mit herausnehmen lassen, denn beim Szintigramm kam heraus, dass die Schilddrüse ebenfalls angegriffen ist. Schon von Kindesbeinen an fuhren wir immer mit der ganzen Familie und den Nachbarn zusammen in die Universitätsklinik, um unsere Kröpfe untersuchen und behandeln zu lassen. Eine Zeit lang hieß es dann, ich bräuchte nichts mehr zu nehmen, dann aber war es höchste Eisenbahn, dass ich wieder etwas bekam. Dann hieß es, ich hätte ein autonomes Adenom, also einen Knoten, der Schilddrüsenhormon einfach so ausspuckt , dem Maß ich wenig Bedeutung bei, denn wahrscheinlich laufen sehr viele Menschen mit so etwas herum, würde man auf der Straße jeden fünften anhalten, würde man wahrscheinlich fündig werden. Ich sollte nur kein Jodsalz essen, und bevor man mir Kontrastmittel spritzte, müsste ich immer einen Blocker für die Schilddrüse bekommen. 2015 war dann wieder mal eine Szintigraphie fällig, und da hieß es, dass autonome Adenom sei weg.. Oh Wunder, wir wussten nicht, war da jemals eines, oder hat es sich zurückgebildet? Die Ärzte waren unterschiedlicher Meinung. Als nun die Frage aufkam, ob und wann ich die Nebenschilddrüsen herausnehmen lassen soll, sagte mir der jetzige Nephrologe, er habe die Szintigramm Bilder von 2015, es sei sogar eine multifokale Autonomie zu sehen, also mehrere kleine Knoten überall verteilt, die ohne Anpassung an den Regelkreis munter Schilddrüsenhormon vor sich hin produzieren. Wie der nun zu diesem Befund kam, wusste ich nicht. Auf jeden Fall bestätigten ihn mehrere Ärzte. Ich musste zwei verschiedene Untersuchungen vornehmen lassen, einmal wurde am ersten Tag die Schilddrüse untersucht, das dauerte gerade mal 3 Minuten. Am nächsten Tag hieß es, ich müsste dann zur Szintigraphie der Nebenschilddrüsen kommen, das würde dann 20 Minuten dauern. Als ich um 8:00 Uhr kam, krallte sich mich die Sprechstundenhilfe und meinte, wir hätten nun 3 Stunden vor uns, solange würde die Untersuchung dauern. Ich dachte, sie macht einen Scherz. Es stellte sich heraus, dass mehrere Szintigraphien der Nebenschilddrüsen und der Schilddrüse nötig seien, um dann wahrscheinlich all die Gewebe voneinander zu unterscheiden. So musste ich 20 Minuten, während die ersten paar Minuten über eine Spritze das radioaktive Medikament einströmte, auf einem Tisch liegen, wobei das lange und breite Gerät sehr nahe an mich herankam, dass ich schon klaustrophobisch wurde. Danach wurde wieder die Schilddrüse untersucht, das geschieht im Sitzen, und man muss nur ein Gerät umarmen (so sagte es die Helferin, lieber wäre mir ein Mensch gewesen….), sein Kinn auf eine Ablage legen, und dann ist man in 3 Minuten fertig. Danach wurde ich noch einmal unter das große Szintigramm für die Nebenschilddrüsen gelegt, später, so genau weiß ich das nicht mehr, wurde ich noch einmal, nachdem eine weitere Schilddrüsenuntersuchung gemacht wurde, darunter gelegt, meine Arme wurden fixiert, und das Gerät fuhr einmal ganz um mich herum. Das fand ich sogar sehr spannend, anfangs kam ich mir zwar vor wie in einer Zwangsjacke, aber da es sowieso in den Räumen sehr kalt war, da die Geräte kühl gehalten werden mussten, war mir diese Zwangsjacke eine willkommene Wärmequelle. Ich hörte immer, wo das Gerät herum fuhr, und so vergingen die 20 Minuten wie im Fluge, denn ich machte mir einen Sport daraus, das Ding zu orten. Einmal fuhr es fast an meinen locken vorbei und berührte sie etwas. Später kam ich dann ins Arztzimmer, wo der Arzt mir sagte, dass die Nebenschilddrüsen raus mussten, er hat sogar im Ultraschall genau die drei Nebenschilddrüsen gefunden, die auch im Szintigramm zu sehen waren, die vierte ist bisher noch nicht gesichtet worden. Er meinte, die Schilddrüse sei mein kleinstes Problem, ich hätte lediglich eine disseminierte Autonomie, also lauter Knoten überall verstreut, die Schilddrüsenhormon produzieren, ich bräuchte aber das Schilddrüsenhormon nicht mehr einzunehmen, in meinem Alter würde das sowieso nichts mehr bringen, und nachdem ich sowieso schon so viele Medikamente schlucken würde, könnte ich es genauso gut auch weglassen. Darüber war ich erst einmal froh. Umso mehr war ich also überrascht, dass diese Ärztin aus der Gegend meiner Freundin mir riet, unbedingt auch die Schilddrüse mit entfernen zu lassen. Sie tat dies mit der Begründung, wenn doch einmal die Schilddrüse verrückt spielen wird, ist es schwieriger, in diesem Gebiet noch einmal zu operieren, wenn zuvor schon einmal ein Eingriff gemacht wurde. Das Problem, dass die Stimmbandnerven geschädigt werden könnten, wäre dann erhöth. Außerdem war die Schilddrüse mit ihren 60 ml dreimal so groß wie sie sein sollte, der Normalwert läge bei 18 ml. Somit riet sie mir, auch die Schilddrüse dringend mit entfernen zu lassen. Ich besprach dies mit meinen Nephrologen, wobei wir beide der Ansicht waren, der liebe Gott hat einem Menschen nicht umsonst eine Schilddrüse gegeben, und ohne Not sollte man sich nichts rausmachen lassen. Er schickte mich dann ins Städtische Klinikum, wo ebenfalls ein sehr guter Chirurg war. Eigentlich mag ich das städtische nicht so sehr, aber ich dachte, eine Zweitmeinung ist vielleicht gut. Nachdem ich über 3 Stunden gewartet hatte, kam ich endlich dran, und als die Ärztin las, dass es sich um eine Zweitmeinung handelte, und ich ihr erklärte, dass ich mich von einer Spezialistin operieren lassen wollte, ließ sie sich nicht Lumpen und meinte, wir haben auch einen Spezialisten. Ich hatte sowieso gedacht, dass ich diesem Chirurgen direkt vorgestellt würde. Das dauerte noch einmal fast 1 Stunde, bis er dann aus dem OP gekommen etwas gegessen hatte, um mich dann zu begutachten. Er meinte, die Schilddrüse müsse unbedingt raus, sie würde bereits leuchten. Somit bestand die Zweitmeinung darin, dass sie die erste Meinung bestätigte. Ich hatte insgeheim gehofft, dass er sagen würde, das sei nicht nötig. Ich lasse mir ungern etwas herausnehmen, denn heraus genommen ist es schnell, aber man kann es ja dann nicht wieder einsetzen, falls die Entscheidung falsch war. Ich behalte am liebsten meine Organe. Die Frage war nun, was mit den Nebenschilddrüsen geschehen sollte. Die Ärztin meiner Freundin hatte vorgeschlagen, alle Nebenschilddrüsen zu entfernen, und die, die noch funktioniert, in den Unterarm einzupflanzen. Der Operateur aus dem Klinikum meinte, man solle sieben achtel herausnehmen, also Dreieinhalbnebenschilddrüsen, und man solle eine Hälfte einfach stehen lassen. Falls die dann auch zu Spinnen anfängt, müsse man eben noch mal operieren. Da war mir aber das Risiko, doch noch die Stimmbandnerven zu verletzen, zu groß. Er riet mir auch, von dem kaputten Nebenschilddrüsen Gewebe das rauszusuchen, was noch in Ordnung war, es einzufrieren, um es dann bei Bedarf wieder einzusetzen. Diese Möglichkeit war bei der Ärztin meiner Freundin nicht gegeben. So war also die Frage: Arm oder Hals. Einige Freunde rieten mir daher dringend, mir noch eine dritte Meinung zu holen. Für die Ärztin meiner Freundin hätte ich eine Einweisung eines Chirurgen gebraucht, daher ging ich sogar zweimal zu diesem Chirurgen, da im dritten Quartal die Operation nicht stattfinden sollte, sich aber dann doch für das vierte Quartal entschieden wurde. Daher war die Einweisung bereits verfallen, und die Sprechstundenhilfe dort war so nett, mir zu erklären, dass ihre Mutter sich die Schilddrüse in einem bestimmten Krankenhaus unserer Stadt hat operieren lassen. So ging ich in dieses Krankenhaus , dass konfessionell geführt wird, und wo ich mich auch schon zweimal an der Nase operieren ließ. Dort waren sie auch sehr freundlich, und die Atmosphäre und der Geist dort zeigte, dass man sich um die Menschen wirklich kümmerte. Der Chirurg aus dem städtischen hat mir zwar auch gefallen, aber dort ist man eher eine Nummer. Bei der Pflege hatte ich dort schon einige Probleme gehabt. Darüber habe ich auch schon in einigen Blogeinträgen berichtet. Die Ärztin meiner Freundin meinte, es sei absoluter Quatsch, eine halbe neben Schilddrüse stehen zu lassen, man solle sie unbedingt in den Arm ein Pflanzen, da könnte man sie auch notfalls wieder herausholen und hätte leichteren Zugang. Der Nachteil ist aber, dass die neben Schilddrüse zerstückelt wird, und eventuell die Stücke nicht richtig ein heilen oder gar herum wandern. Außerdem kann man das Parathormon dann im Arm nicht mehr messen, da die Quelle für die Produktion dieses Hormons ja dann genau dort liegt, und daher die Werte falsch hoch wären. Zudem hatte ich mir überlegt, nach einem Jahr, wenn die Niere so lange funktioniert, mir den Shunt Weg operieren zu lassen, damit ich diesen Arm dann wieder dafür benutzen konnte, mir Blut abnehmen zu lassen, und damit die Ausbeulungen, die sogenannten Aneurysmen der Vene vielleicht weggingen, und damit das Herz entlastet würde. Denn bei einem Shunt fließt ja mehr Blut über die Vene wieder zum Herzen zurück, welches dann in der Peripherie fehlt, so das das Herz, wie man mir sagte, 20 % mehr arbeiten muss, um auch noch die Fingerspitzen zu versorgen. Als ich also dann bei den Ärzten war, die mir eine dritte Meinung mitteilen sollten, kam ich sogar ziemlich schnell dran. Sofort wurde der Professor geholt, da mein Fall hier so „interessant“ sei. Darüber amüsierte ich mich schon etwas. Der Professor sprach auch mit mir und nahm meine Fragen sehr ernst und war sehr freundlich. Allerdings redete er sehr schnell, manchmal war es schwer, ihm zu folgen, aber das, was ich verstand, hörte sich ganz gut an. Es wurden mir auch alle Fragen beantwortet. Die Variante dort gefiel mir am besten. Man würde Dreieinhalbnebenschilddrüsen herausnehmen, die andere Hälfte würde man dann in einen der beiden Kopfdreher-Muskeln einbauen, da bräuchte man also nur eine einzige Wunde, da der Kopfdreher auf dieser Seite dann sowieso frei liegt. Den Rest würde man entweder dem Pathologen übergeben, oder das, was noch gut sei, könnte eingefroren werden. Falls dann einmal die verbliebene halbe neben Schilddrüse verrückt zu spielen beginnt, kommt man an den Kopfdreher auch leicht heran. Man würde die Stimmbandnerven nicht mehr berühren. Außerdem könnte man dort auch etwas von dem eingefrorenen Material einpflanzen, falls die halbe Nebenschilddrüse nicht ausreicht, um genügend Kalzium im Blut zu haben. Man könnte die halbe Nebenschilddrüse zur Not aber auch in den Arm einpflanzen und würde dann einen Clip an jedes Teilchen hinmachen, damit man die Teile mit einem Röntgengerät wieder finden könnte. Das Problem am Arm sei nur, dass die Nebenschilddrüsen Teile dort vielleicht nicht richtig ein heilen. Allerdings dachte ich im Nachhinein, das kann ja beim Kopfdreher genauso passieren. Aber ein Risiko hat man immer, man muss wirklich zwischen Pest und Cholera wählen. Sollte man aber gar kein gesundes Gewebe mehr finden, müssten alle Nebenschilddrüsen heraus, und dann müsste ich mich ohne Nebenschilddrüsen durchschlagen. Das würde bedeuten, dass ich literweise Calciumbrause trinken müsste, um das fehlende Kalzium zu ersetzen. Das kann dann auch wieder auf den Magen gehen. Außerdem ist ja nicht sicher, ob man die vierte Nebenschilddrüse auch wirklich findet. War das nur eine Drittmeinung, so hatte ich dann doch bald das Gefühl, dass es die beste Variante war, und dass ich dort am besten aufgehoben war. Natürlich macht jedes Krankenhaus für sich Werbung, so erzählte mir der Arzt sofort, sie seien ein Schilddrüsen-Referenzzentrum, es gäbe in meinem Bundesland nur zwei davon. Sie würden im Jahr 400 Schilddrüsen und 50 Nebenschilddrüsen operieren. Man würde mir einen der erfahrensten Chirurgen zu teilen. Ich habe nun auch von anderen gehört, dass dieses Krankenhaus gerade auf diesem Gebiet eines der besten sei. So habe ich doch hoffentlich eine gute Wahl getroffen. Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob ich wegen der Nieren gut betreut werde. Denn durch die Narkose oder andere Dinge kann ja auch der Spiegel meiner Immunsuppressiva gesenkt werden, oder die Niere kann etwas abbekommen. Mein Nephrologe hatte wohl etwas Bauchschmerzen, dass ich ein anderes Krankenhaus als das städtische wollte, denn bei uns gibt es an jedem Ende der Stadt einen städtischen Teil. Ich würde also in einem Teil operiert, dann in den anderen verbracht und würde dort auch wegen der Niere gut beaufsichtigt, da dort eine nephrologische Abteilung ist. In dem Krankenhaus, wo ich jetzt bin, gibt es keine Nephrologie, aber in der Nähe ist ein anderes Krankenhaus, die sogar eine Dialyse haben, wo ich schon einmal war, und wo ich auch die Ärzte kenne. Außerdem versicherten mir die Ärzte dieses Krankenhauses, dass sie sich auf Wunsch auch mit meinem Nephrologen in Verbindung setzen würden. Dies taten sie bereits, als ich nachfragte, wie häufig denn der Tacrolimus-Spiegel kontrolliert werden müsste, und ob sie das tun könnten. Sie setzten sich mit meinem Nephrologen also in Verbindung, wobei dieser steif und fest behauptete, sie hätten ihn nicht erreicht. Vielleicht haben sie dort mit einem anderen Arzt gesprochen, auf jeden Fall sagte mir einer der Chirurgen, sie hätten eine Auskunft erhalten. Das ist ja die Hauptsache. Sie fahren dort auch ein bestimmtes Management, um den Calciumspiegel zu kontrollieren. Denn dieser ist bei mir mit um die 3,0 sehr hoch, und wenn die Nebenschilddrüsen herausgenommen werden, dann fällt er abrupt ab, sodass man Krämpfe, Kribbeln oder andere Zustände bekommt. Somit wird immer in bestimmten Abständen nach einem gewissen Schema der Calciumspiegel gemessen, und schon bevor Symptome auftreten, wird Kalzium zugesetzt falls nötig. Die Niere kann durch das Krankenhaus in der Nähe oder eben auch durch meine Ärzte kontrolliert werden, man wird sich dann dementsprechend mit den Leuten in Verbindung setzen. Somit müsste eigentlich alles gut laufen.
Einen Termin habe ich am 7. Dezember, wobei ich am 6. Dezember aufgenommen werde. Eigentlich wollte ich, dass meine neue Sozialpädagogin mitkommt, damit sie dem Pflegepersonal einige Besonderheiten von mir erklären kann, damit es nicht wieder Konflikte gibt. Wie in meinem anderen Blogeintrag bereits berichtet, kam es ja zu Missverständnissen, da die Schwestern sich wundern, warum ich einmal etwas sehe und einmal nicht, und ich hinten herum mitbekam, dass sie dachten, ich würde vielleicht gar nicht so schlecht sehen wie ich täte. Ich spüre dann irgendwann auch immer mehr Unmut und Unwillen, und ich merke, dass ich durch einige meiner Verhaltensweisen in Ungnade gefallen bin. Wenn ich zum Beispiel etwas wissen möchte, wird dies als vorschnell oder als ungeduldig angesehen. Manchmal brauche ich aber als Sehbehinderte mehr Informationen, und durch meine Probleme mit der Kommunikation kommt dies vielleicht manchmal etwas blöd rüber. Dann möchte ich auch meine Medikamente immer um dieselbe Zeit nehmen, zumal ich einige sowieso um eine gewisse Uhrzeit nehmen muss, und daher möchte ich die anderen ebenfalls in einem zeitlichen Schema dementsprechend anpassen, um nur ja nichts z u vergessen. Dann kommt es häufig zu Verwirrungen, wie die Medikamente gestellt werden, wobei ich dann die Tabletten nicht unterscheiden kann, zumal sie entweder eine andere Form haben als bei mir zu Hause, und da die Schwestern, die mir die Dosette hinlegen, oft nicht wissen, welche Tabletten drin sind, da eine andere Schwester die Tabletten gestellt hat. Manchmal müssen dann einige Blutdruckmedikamente je nach Blutdruck weggelassen werden, wobei die Schwester nicht weiß, welche Medikamente sie rausnehmen muss, da sie sie nicht unterscheiden kann. Manche waren da ganz fit, andere wiederum hatten dabei Schwierigkeiten. Auch gab es jedes Mal Probleme, wenn ich versuchte zu erklären, dass man mir sagen möge, was auf dem Tablett ist und wo. Da hieß es, ich solle doch einfach mit den Fingern suchen, ich solle es einfach ausprobieren. Ich mag aber nicht mit den Fingern in irgend einer Paste oder in irgendeiner Sauce landen, und ich mag auch nicht die Gabel irgendwo reinstecken, um dann festzustellen, dass ich zum Essen den Kompott und nicht den Salat erwischt hatte. Ich konnte das den Schwestern immer schlecht erklären, wenn eine bereit war, hat sie es gemacht, und wenn eine keine Lust hatte, dann ließ sie sich auch nicht durch mehrfaches Bitten oder durch Erklärungen, dass ich fast blind sei, erweichen. Daher hatte die Sozialpädagogin mir angeboten, mich ins Krankenhaus zu begleiten, um bezüglich des atypischen Autismus und der damit verbundenen Kommunikationsstörungen und meiner Sehbehinderung dem Pflegepersonal die Sache besser zu erklären. Denn wenn ich es tue, hören die Schwestern meistens gar nicht mehr hin, machen vielleicht gerade mal einen Vermerk bei der Aufnahme, den wahrscheinlich sowieso keiner liest.
Die neue Sozialpädagogin konnte leider noch nicht bei mir ihr neues Amt antreten, denn die Finanzierung ist doch nicht gewährleistet. Ich hatte eigentlich von dem halben Jahr, in dem mir eine Sozialpädagogin gewährt wurde, noch viele Stunden übrig, da ich mit der damaligen Sozialpädagogin nicht so viel anfangen konnte. Ich wollte eigentlich nur einmal im Monat 1 Stunde, falls ich eben Probleme hätte, sodass ich einen Rückgriff auf eine Sozialpädagogin hätte. Das sah aber die begutachten des Sozialpädagogin, die das Budget gewähren sollte, nicht ein und meinte, wenn ich sowieso nur 1 Stunde pro Monat bräuchte, könnte ich genauso gut auch in eine örtliche Beratungsstelle gehen. Ich erhielt also nach längerer Diskussion noch für ein halbes Jahr eine Wochenstunde, und man solle mir in diesem halben Jahr, in dem ich somit vier Stunden pro Monat erhielt, die Struktur der örtlichen Beratungsstellen erklären und mich darin einweisen. Ich merke aber, dass dies für mich im Krisenfall zu schwierig ist, extra noch die passende Beratungsstelle zu finden, um dann bei jedem neuen Berater und bei jedem neuen Problem wieder bei Adam und Eva anzufangen, während eine feste Sozialpädagogin einer einzigen Institution mich doch wesentlich besser und umfänglicher kennenlernen kann. Das war ja dann auch der Grund, warum ich im Sommer, als alles drunter und drüber ging , und ich dadurch -- zumal wegen der OP und der Reha und dem Rotavirus noch zusätzlich geschwächt -- hoffnungslos überfordert war, auf Vermittlung eines Polizeibeamten beim Gesundheitsamt in der Beratungsstelle landete, die mir dann eben die verschiedenen Adressen von Anlaufstellen gab, wo ich eine neue Sozialpädagogin finden konnte. Wir nahmen an, dass ich die Stunden, die von dem halben Jahr übrig waren, über die ganzen zwei Jahre bis zur nächsten Budgetkonferenz nutzen würde können. Aber da habe ich wohl schlafende Hunde geweckt, denn ich dachte, dass sie mir schon Geld dafür überwiesen hätten und fragte bei der Abteilung für das persönliche Budget um einen schriftlichen Bescheid nach, wobei man mir dort sagte, ich dürfe diese Stunden, die nur auf ein halbes Jahr beschränkt waren, nicht weiterverwenden. Dazu müsse es erst wieder eine Budgetkonferenz geben, um neuen Bedarf zu ermitteln. Da ich noch einmal 1 Stunde bei der Beratungsstelle des Gesundheitsamtes hatte, riet diese mir, zumindest für den akut anstehenden Fall der Aufnahme ins Krankenhaus unbürokratisch und schnell die Erlaubnis zu bekommen, die neue Sozialpädagogin hierfür einzusetzen. Ich habe also den Fall geschildert und beantragt, dass ich nun erst einmal die Genehmigung für diesen einen Tag bekommen sollte, begründete aber auch gleich mit den Beispielen vom Sommer, wie nötig ich eine Sozialpädagogin für den Krisenfall brauche, und dass ich also hiermit auch gleich den Antrag auf Fortsetzung der Stunden stellen würde. Bisher habe ich hier noch keine Antwort.
Da aber an diesem Dienstag den 6. Dezember sowieso eine meiner Assistentinnen wieder bei mir sein würde , bat ich sie, mich ins Krankenhaus zu begleiten, denn dann müsste mich schon keine Begleiterin vom Krankenhaus überall herumschleppen. Es ist sowieso nicht möglich, dass die Sozialpädagogin beim Aufnahmegespräch dabei sein kann, denn ich soll um 9:30 Uhr dort sein, aber wann dann tatsächlich das Aufnahmegespräch als solches stattfinden würde, konnte mir die Dame in der Chirurgie nicht sagen. So hätte die Sozialpädagogin möglicherweise von 9.30 bis vielleicht sogar 14:00 Uhr dasitzen müssen, und es wären wertvolle Stunden verloren gegangen, ohne dass etwas passiert wäre. Wenn also meine Assistentin mitkommt, merken die dort ja sowieso, dass ich tatsächlich Hilfebedarf habe. Falls die Stunden für die Sozialpädagogin doch noch genehmigt werden, kommt sie einmal zwischendurch vorbei, um zu sehen, ob es läuft, oder ob Vermittlungsbedarf besteht. Gemäß der Erfahrungen, die ich jedoch in diesem Krankenhaus gemacht habe, hoffe ich jetzt einfach mal, dass ich mit dem Personal schon klar kommen würde. Die Frau vom Gesundheitsamt meinte, ich solle denen doch einfach erklären, wo meine Probleme legen, und ob ich das nicht allein könnte. Wieder sah ich mich in der Position, mich zu rechtfertigen, warum ich denn unbedingt Hilfe bräuchte, wenn ich doch alles auch selbst machen könnte. Es ist aber schwierig, in einer Situation, in die man selbst emotional involviert ist, dann seine eigenen Probleme zu erklären, und dann auch noch hinzukriegen, dass die Leute einem zuhören und das wirklich ernst nehmen. Da ist es schon manchmal gut, eine Frau vom Fach dabei zu haben, weil dies einfach auch mehr Eindruck macht, und sie vielleicht die Sache auch wesentlich differenzierter und fachlich kompetenter erklären kann als ich. Mich regt es jedes Mal auf, wenn ich dann, wenn ich Hilfe brauche, erst einmal wieder die Kraft aufwenden muss, um anderen zu erklären, warum ich denn Hilfe bräuchte, wobei ich diesen Kraftaufwand ja dann auch gleich dafür verwenden könnte, mich selbst durchzuschlagen. Das sollte eigentlich nicht so sein.
Zwischenzeitlich habe ich mich wohl unbewusst schon mit dem Ganzen auseinandergesetzt, denn ich hatte schon einige merkwürdige Träume. Zum Beispiel träumte ich, dass der Chirurg, der auch meine Nase operiert hätte, und der auch das Implantat im Jahre 2013 gemacht hat, die Operation der Nebenschilddrüsen durchführen würde. Er spritzte mir etwas in den Hals, und ich sollte dann in die Narkose gehen. Doch bin ich einfach nur herunter gesunken, es war alles dunkel, aber ich konnte noch alles hören. Es war, als ob man auf dem Meeresgrund liegt, und über einem ist es zwar dunkel, aber man hört dennoch die Stimmen der Leute. Das Operationsteam stritt die ganze Zeit herum, und der Arzt meinte, er hoffe, dass doch endlich mal Frieden einkehrt. Ich wackelte mit dem Finger, um zu signalisieren, dass ich noch wach war und alles mit hörte, und dass ich nicht in die Narkose käme. Ich dachte noch bei mir, das wird eine lange und sehr anstrengende Operation, wenn ich nicht richtig schlafen kann. Außerdem spürte ich, dass er das Messer am Hals ansetzte, wobei es nicht weh tat, weil es schon etwas taub war, so etwa wie beim Zahnarzt. Dann bemerkte man meine sich bewegenden Finger, und es hieß, ich sollte mal kräftig zubeißen, und es wurde mir ein Mundstück in den Mund gesteckt, wo eine süßliche Flüssigkeit herauskam, und ich sollte dann tiefer in die Narkose gehen. Ich sang zwar etwas tiefer, doch half das auch nicht viel, und endlich erwachte ich aus meinem Traum. Überall kribbelte es, und ich fühlte mich ziemlich unwohl. Wahrscheinlich spielten auch die ganzen Erinnerungsreste der im Jahre 2013 und auch erst kürzlich stattgefundenen und hier im Blog beschriebenen Zahn OPs noch mit hinein, wo man ja alles spürt, aber es halt nicht weh tut, und wo man auch ziemlich hilflos da liegt. Außerdem hatte ich als Kind einmal eine Narkose, wobei man mir ein süßlich riechendes Teil auf die Nase drückte, und ich fürchterlich schrie. Dies alles kam aber erst durch eine Rückblende heraus, als ich einmal im Alter von sechs Jahren in der Augenklinik einen gewissen Flur entlang lief, und ein komisches Gefühl bekam. Meine Mutter hat mir dann einmal zufällig ganz beiläufig erzählt, dass man mich im Alter von zwei Jahren unter Narkose untersucht hatte. Ich hatte wahrscheinlich mehr Angst vor der Narkose als vor der Operation selbst, wo ich ja Gott sei Dank noch nie Erfahrungen sammeln musste, da ich dann immer fest schlief. So einen ähnlichen Traum wie den oben beschriebenen hatte ich schon einmal, bevor ich transplantiert wurde. Damals war noch nicht die Rede davon, aber ich habe geträumt, es gäbe eine Niere für mich, und ich konnte nicht in die Narkose gehen. Da hat man dann eine dunkle Decke über mich gebreitet, damit ich endlich einschlief. Die Anästhesistin war eine Katze, und als ich sie streicheln wollte, damit sie den Kopf zu mir dreht, um mir zu erklären, was los ist, unterhielt sie sich mit ihren Kollegen aber ignorierte mein Streicheln. Das war auch ein merkwürdiger Traum. Zum Glück ist bei der echten Transplantation ja alles gut gegangen, der Pfleger war lustig, und er stimmte mich schon mit Gedanken an Palmen, Strand und Meer auf die Narkose ein.
Eine Nacht nach dem ersten Traum träumte ich, dass man die Stimmbänder noch einmal operieren müsste, und das zwischen dem vierten und fünften Halbton alles noch zu laut sei, und man das noch nachjustieren müsste, und ich müsste noch einmal unters Messer, da mit der Stimme noch etwas nicht in Ordnung sei, und man würde nach der OP eine ganz andere Stimme haben. Ich vermute mal, dass neben der Physiotherapie und Ergotherapie, die ich jetzt sowieso schon machen muss, nach der Operation wahrscheinlich auch noch Logopädie dazu kommt, wenn die Stimme angegriffen ist. Am Donnerstag war ich beim HNO, um meine Stimmbänder testen zu lassen, da dies vor der Operation benötigt wird. Ich hoffe einmal, ich klinge da nicht wie die Friseurin einer Freundin von mir, die ebenfalls transplantiert ist, und der Mann die Nebenschilddrüsen entfernt hat, wobei der Stimmbandnerv verletzt wurde. Allerdings haben sie heute Messgeräte, die den Strom des Stimmbandnervs messen können, und es wird auch während der Operation bereits Parathormon abgenommen, um zu sehen, ob tatsächlich alle Nebenschilddrüsen raus sind. Denn während der embryonalen Entwicklung kann es passieren, dass sich Nebenschilddrüsen irrigerweise irgendwo anders ansiedeln, meistens im Thymus, den man als Erwachsener sowieso nicht mehr braucht, und den man dann entfernen kann. Ich stelle mir schon bildlich vor, wie sie dieses Fettgewebe dann, nachdem sie es heraus gemacht haben, auf dem Küchentisch auseinanderziehen, um nach dem Osterei zu suchen. Falls man die Nebenschilddrüsen, die noch nicht entdeckt wurden, im Hals nicht findet, und das Parathormon immer noch zu hoch ist, müsste man ein MRT machen, und, falls man nichts findet, wobei man meistens bei mehreren Blutabnahmen über den ganzen Körper hinweg irgendwann die Quelle findet, müsste man sogar eine Positronenemissionstomographie ( PET) machen lassen, aber das kommt wohl in den seltensten Fällen vor. Das ist dann wirklich so, als würde man Ostereier suchen. Ein bisschen Galgenhumor muss sein. Ich stellte mir auch schon bildlich vor, dass sie dann eine Tupperware öffnen, die restlichen Nebenschilddrüsen hineinlegen, zumindest das, was noch gut ist, der Rest geht zum Pathologen, und dann machen sie den Deckel zu und schreiben auf ein Klebeschild: „Name, Geburtsdatum, Nebenschilddrüsen, 7.12.2016“. So wie wenn meine Oma, wenn sie Bohnen einfror, immer draufschrieb: „Bohnen, 1980). Aus Spaß hatte ich schon gedacht, ich könnte ja gleich die Tupperware mitbringen, ich habe sogar selbst eine mit einem Kreis, wo man den Pfeil auf einen bestimmten Monat drehen kann.
Nun hoffe ich, dass alles gut geht. Eigentlich wollte ja mein Bekannter aus dem Schwarzwald wiederkommen, und ich habe die Operation extra so gelegt, dass es nicht wieder so läuft wie die Jahre zuvor, dass er kommt, und ich wegen einer Operation oder wegen zu hohem Blutdruck im Krankenhaus bin. In einem meiner Blogeinträge habe ich ja geschrieben, dass ich über Sylvester 2015 auf 2016 wegen einer akuten Blutdruckkrise ein paar Tage im Krankenhaus liegen musste. Im Jahre 2015 wurde am 22. Januar meine Nase operiert, und er wollte nur kommen, um auf meinen Kater aufzupassen, der ja dann am 19. Januar leider unter ziemlich blöden Umständen verstorben ist. Auch hierzu habe ich einen Blogeintrag gemacht. Dieses Mal sollte es nicht so sein, und ich dachte auch, er würde mich dann etwas entlasten, wenn er nach meiner Operation da ist, nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen würde. Aber nun hat er nur über die Feiertage frei bekommen, da er bei einer Tafel als Einzelhandelskaufmann arbeitet, und aufgrund der Flüchtlinge, die ja vermehrt Hilfe benötigen, vom Chef nicht frei bekommt. Ich hoffe, dass er zumindest über Silvester bleiben kann, und das dann, wenn ich vom Krankenhaus entlassen werde, dann eben genügend von meinen Assistenten da sind. Im Sommer war dies sehr schwierig, der eine war krank, die andere war im Urlaub, die andere sagte dauernd ab, die eine war selbst erkältet und hätte gar nicht zu mir gedurft…. Über diese sich zur Krise zuspitzenden Situation habe ich ja auch einen Blogeintrag gemacht.
Dann wird hoffentlich die letzte Hürde genommen sein, was meine Transplantation und den langen Weg angeht, und dann sollte es weiter aufwärts gehen. Ich hoffe, dass dann die verbleibende halbe Nebenschilddrüse sich wieder dem Regelkreis anpasst, und das der Kalziumhaushalt sich normalisiert. Dann kann ich wieder Milchprodukte essen, mein tägliches heiß geliebtes Joghurt, und dann werde ich mir ein großes Stück Käse kaufen und herzhaft hineinbeißen. Dann muss ich nicht mehr Rücksicht nehmen, ich kann dann Aufläufe und Pizza essen, und ich kann mir wieder einen Bananenquark machen. Dann muss ich hoffentlich auch kein Mimpara mehr nehmen, welches in der Dosis von 120 mg schon erhebliche Nebenwirkungen macht, und vielleicht wird dann mein Befinden noch etwas besser. Es wäre schön, wenn ich mal ein Medikament weglassen könnte. Denn nach der Schilddrüsenoperation muss ich dann wieder mit Schilddrüsenhormon substituieren, da ja keine Schilddrüse mehr da ist. Das bedeutet, ich muss dann wieder dasselbe Schilddrüsenhormon nehmen, welches ich erst vor kurzem absetzen durfte. Meine Freundin befürchtete vor ihrer Operation, dass sie nach der Schilddrüsenoperation kugelrund würde, hat aber laut ihren Angaben nur drei Kilo zugenommen. Ich hoffe mal, dass dies bei mir ähnlich läuft. Zumindest ist meine Befürchtung, dass ich im Zuge der Immunsuppression mit Cortison und anderen derartigen Medikamenten aufgehen würde wie ein Hefekloß, nicht eingetreten. Ich kenne einige Frauen, die an der Schilddrüse operiert wurden und dadurch sehr stark zugenommen hatten, wobei ich sie vorher nie gesehen hatte, sie haben mir aber einfach erzählt, dass dies von ihrer Schilddrüsenoperation her kommt. Ich glaube, heutzutage ist man hier vorsichtiger, und man weiß darüber mehr und kann sich daher besser vorbereiten. Ich hoffe auch, dass ich dann meinen Kopf gut drehen kann, da ja einer der beiden Kopfdreher als Depot für meine halbe Nebenschilddrüse verwendet werden muss. Dann wünsche ich mir, dass dies die letzte Operation sein würde. Als ich 2015 zu meiner letzten Nasenoperation fuhr, dachte ich ganz energisch bei mir, die nächste Operation soll die Transplantation sein. Und so geschah es auch. Nun wünsche ich mir, die nächste Operation soll dann die Star-Operation am Auge und die Unterbindung des Shunts sein, die Freilegung meines Implantats, und dann soll erst mal Ruhe sein. Denn ich habe ja schließlich auch noch andere Hobbys. Zumindest, was Operationen und Krankenhaus angeht.
Sonntag, 13. November 2016
Schlaues Telefon und haß-geliebte PC-Technik
Nachdem ich häufig im Krankenhaus bin, habe ich festgestellt, dass ein normales Handy mir nicht viel bringt. Zum einen muss ich dauernd alles umständlich über zehn Tasten in ein kleines Feld tippen, und zum anderen kann ich im Internet nichts nachschauen. Bei diesem Telefon war das zwar schon möglich, aber es wäre ziemlich umständlich gewesen. Ein Bekannter von mir hat jahrelang nur mit diesem Telefon gearbeitet, er hatte weder PC noch Smartphone. Der kannte sich wirklich mit allen Facetten dieses Apparats aus. Ich habe aber festgestellt, wenn ich einmal Mails schreiben möchte, oder wenn ich nicht eine ganze Flut von E-Mails zu Hause auf mich warten lassen möchte, wenn ich erst im Krankenhaus komme, oder wenn ich mal jemandem schnell Bescheid geben muss, dessen Mail ich nicht habe oder andere Kontaktdaten von ihm, ist zu ein Smartphone sehr praktisch. Die meisten Krankenhäuser haben doch jetzt WLAN, da kann man dann wenigstens das Internet benutzen, wenn man schnell mal etwas nachschauen möchte.
Außerdem wollte ich nicht mehr hintendran stehen, wenn die Technik weiter schreitet, und ich dann immer noch nicht weiß, wie man diese Geräte bedient und total abgehängt bin. Die meisten Sachen laufen nun über diese schlauen Telefone, mit denen man unter anderem auch telefonieren kann, die aber ziemlich viele blinden Hilfsmittel in Form einer App geladen haben. Man kann zum Beispiel heute schon einen Text ein scannen, den man vorher fotografiert hat, und mit OCR-Technik vorlesen lassen. Außerdem gibt es ziemlich viele nützliche Dinge, zum Beispiel kann ich auch meine heiß geliebte Radiosendung, die wir jeden zweiten Monat am letzten Donnerstag produzieren, auch dann hören, wenn ich im Krankenhaus bin, oder ich muss nicht jedes Mal das Internet Radio auf dem Computer suchen, um es dann umständlich von da via Bluetooth auf die Stereoanlage zu Striemen. Ich kann dann einfach bequem das Telefon nehmen, es locker über Bluetooth mit der Stereoanlage verbinden, wobei ich dann schon das Bluetooth Gerät dementsprechend umbenannt habe, und dann brauche ich den Radiosender nur zu suchen, ohne jedes Mal Am PC sitzen zu müssen, oder den PC überhaupt laufen zu haben. Wach auf außerdem ging es mir in der Reha so, dass ich dringend die allmonatliche kleine Übersetzung zu einem bestimmten Termin fertig haben musste, dies dann aber über das Telefon erledigen musste, wobei es ziemlich schwer war, mit dem Auftraggeber einen Termin zu finden. So kann ich nun, wenn ich es schaffe, den Text in Englisch ein sprechen und direkt über E-Mail an ihn senden.
Ich dachte mir, jetzt ist es Zeit, jetzt habe ich die Kraft dazu, jetzt bin ich transplantiert, jetzt habe ich den nötigen Hirnschmalz, die nötige Energie und die nötige Kraft. Wach auf da ich sowieso etwas zu viel Geld auf dem Konto hatte, und ich immer schon mit dem Gedanken spielte, mir mal so ein Gerät anzuschaffen, was ich ja schon in meinem Beitrag über die Transplantation angedeutet hatte, machte ich nun den Schritt. Es war schwer, sich zwischen iPhone und Android zu entscheiden. Mir ist der Gedanke einer geschlossenen Gesellschaft, wo die Telefone nicht mit jedem reden, nicht ganz so lieb, und ich mag es auch, wenn man Produkte bekommt, die offen hergestellt wurden. Daher habe ich mich dann für Android entschieden, nachdem meine beste Freundin geriet, dies zu nehmen, da ich auch meine gesamte Musik von der Festplatte auf die Speicherkarte des Telefons kopieren wollte, um sie ebenfalls bequem über Bluetooth auf die Stereoanlage zu Striemen. Beim iPhone ist dies etwas umständlicher, da iTunes nicht einfach zu bedienen ist. Durch den Total Commander ist dies sehr einfach, denn er arbeitet ähnlich wie der Windows Explorer. Ich ging also zu dem Geschäft hin, wo ich meine Hilfsmittel bekomme, und wo ich auch alle Leute kenne. Dort gibt es zwei Anfangszeichen Lager“ , die einen sind die Androiden, und die anderen sozusagen die Fans des iPhone. So konnte ich beide Geräte ausprobieren, das iPhone ist zwar wesentlich bequemer, wenn es um Hilfen für Behinderte geht, aber dafür kann man eben, wenn einem eine App bei Android nicht gefällt, eine andere suchen. Außerdem arbeitet es eher wie Windows, und man hat doch noch etwas mehr Überblick, wie ich es gewohnt bin. Zumindest scheint es mir so, vom Gefühl her hatte ich mich dann doch innerlich bereits, obwohl ich noch eine ehemalige Studienkollegin, die jetzt als Hilfsmittelreferentin arbeitet befragt hatte, für Android entschieden. Das Gerät kam dann auch, einige Dinge hatte die Firma schon vorinstalliert. So musste ich also die verschiedenen Gesten lernen, die ich zuvor schon öfter mal probiert hatte, zum Beispiel in der Ergotherapie. Damals endete alles unter Tränen, ich vermute, dass ich jetzt ohne Dialyse eine bessere Sensibilität habe. Zumindest waren wir alle überrascht, wie schnell ich diese Gesten konnte, die ich ja zuvor auch schon einmal ausprobiert hatte. Was mich allerdings nervt ist, dass ich bei jeder App, die ich runterlade, nie von selber drauf, wie es geht. Ich muss für alles eine Einweisung bekommen. Mittlerweile schaffe ich es bereits, Texte so zu schreiben, dass nicht jedes Mal die Spracherkennung aussteigt, sich dann wieder einschaltet, und der Text dann fünfmal dort steht, weil sich das Ganze wieder auf sich selbst bezieht, wie bei einem Spiegel im Spiegel, also rekursiv. Das ist ziemlich ekelhaft, denn ich denke dann, dass der Text nur einmal da ist, oder er ist weg, ich spreche alles normal, und in Wirklichkeit war alles noch da, und alles dann wieder doppelt und dreifach. Außerdem schrieb die Spracherkennung manchmal irgendwelchen Kauderwelsch, da sie mich nicht verstanden, oder Google sprach auf einmal Englisch mit deutschem Akzent oder umgekehrt, weil sie mich nicht verstanden, oder weil WLAN noch nicht so eingestellt war, dass ich darüber Google aufrufen konnte. Das hat dann einer der iPhone Fans in mühevoller Kleinarbeit innerhalb von ein bis 2 Stunden hinbekommen. Egal, wenn ich zum einen gehe, sagt er mir, ich sag jetzt mal nichts. Die anderen sagen zu denen wiederum, du musst dir mal ein gescheites Telefon kaufen. So witzeln die beiden Gruppen immer miteinander, aber viele der Fragen können auch beide beantworten. So hatte ich jetzt schon mehrere Einführungsstunden, und ich kann immerhin schon SMS schreiben, ohne, dass es sich anhört wie Kauderwelsch, kann auch schon E-Mails lesen und beantworten, ich kann auch schon E-Mail-Adressen einfügen oder die Kontakte pflegen. Zumindest pflegen, was meine Kontaktdaten im Telefon angeht. Der Rest muss natürlich von mir selbst erledigt werden. Außerdem haben sich manche Apps regelrecht aufgedrängt, das war so einfach, zum Beispiel WhatsApp, oder der Messenger vom Facebook, dass es wirklich ein Kinderspiel war. Bei anderen stieß ich dauernd gegen irgend eine Wand, ich kam einfach nicht weiter. Jetzt habe ich zum Beispiel die TAZ als Probeabo, aber es lässt sich immer nur die erste Seite lesen. Dann habe ich rausgekriegt, obwohl die Hilfe von dort nicht ging, dass ich mich erst einmal für ein Digitalabo anmelden muss. Die Zugangsdaten erhielt ich, und dann bekam ich auch per E-Mail regelmäßig immer, bzw. jetzt das erste Mal, eine ganze Tageszeitung, die ich per PDF lesen kann. Nun wollte ich das noch mal über die App tun, und dafür wollte ich einen E-Book Reader. Damit bin ich aber kläglich gescheitert, da offenbar bei dieser Art immer nur die erste Seite aufgeht. Oder der wieder geht nicht auf die nächste Seite, ich weiß nicht, woran das liegt. Dann wollte ich den File Commander deinstallieren, denn wenn ich ihn öffnete, kam sowieso nichts. Wenn ich zum Beispiel auf kürzlich verwendete Dokumente tippte, dann erschien zwar das letzte Dokument, welche sich mühevoll in PDF umgewandelt hatte, um die Anlage überhaupt zu lesen, aber es war wieder nichts drin. Überhaupt kann man Anlagen auf dem Handy sehr schlecht öffnen. Dazu werde ich jetzt noch irgend so ein Office bekommen und hoffen, das klappt. So ging das mit sämtlichen Apps, dauernd wenn ich mit etwas machen wollte, ging es nicht, und ich stand da wieder Ochse vor dem Berg. Jetzt muss ich wieder hin, damit ich wieder neue Erklärungen erhalte. Ich möchte nicht für jede ab extra hin, ich möchte auch mal selbst was raus kriegen, aber ich kann mich schwer in andere rein versetzen und schon gar nicht in einen Programmierer. Andere nehmen so ein Ding in die Hand und wissen einfach intuitiv, wie es geht. Ich kann jetzt auch schon die Musik raussuchen, obwohl ich 230 Elemente habe, und darin sind dann noch mal jeweils 3,4 oder fünf Alben. Somit gestaltet sich die Suche etwas schwierig, zumal dieses Suchfeld überhaupt nichts taugt. Zumindest nicht in diesem Player, normalerweise ist es gut, aber der Player insgesamt ist sehr schön. Außerdem wollte ich dann noch die App, mit der man Kinofilme sehen kann. Ich bin gar nicht mehr hingegangen, nachdem die Kopfhörer dort überhaupt nie funktionierten. Erst sagte man mir, ich sei einfach zu ungeduldig, aber als ich dieses Mal dort war, sagte mir einer der Mitarbeiter, endlich sagt es mal jemand, mein Chef glaubt mir nicht, dass die Kopfhörer nicht gehen. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten, wenn die App funktioniert, brauche ich keine Kopfhörer und umgekehrt. Ich war also mit meinem Assistenten dort, der sich sehr gut mit PCs auskennt. Als der Film losging, startete die App nicht, und er hat dann irgendwo draufgetippt, und es ging. Manche Menschen wissen einfach, was sie tun, ohne zu wissen, warum. Das nächste Mal war ich mit meiner Assistentin, dessen Freundin dort. Ich sagte ihr, dass sie noch einmal auf synchronisieren gehen müsse, und dann noch einmal, aber es hat nicht geklappt, dafür gingen aber dann die Kopfhörer. Somit ist jetzt die Wahrscheinlichkeit, dass ich ohne viel nach Hause gehe, wesentlich geringer als vorher, wo ich dann nur die Kopfhörer zur Verfügung hatte, die nicht funktionierten. Ich finde es halt nur fragwürdig, dass man dauernd für seine eigenen Teilhabesituationen und Bedingungen sorgen muss, und sozusagen immer ein Gerät dabei haben muss, um irgendwo teilhaben zu können, und somit die Verantwortung für die Teilhabe und Inklusion immer mehr auf das Individuum abgewälzt wird, und im öffentlichen Raum gar nichts mehr getan werden muss. Diejenigen, die dann kein Handy haben, gucken in die Röhre. Das ist nicht das, was ich mir unter sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe und Gemeinsamkeit vorstelle. Aber immerhin kann man pragmatisch sein und sich freuen, dass es so eine App gibt. Man muss sich dann den Film vorab herunterladen, bzw. dessen Audiodeskription, und über das Mikrofon synchronisiert sich dann die App mit dem Filmton und sucht die entsprechende Audi Diskretion heraus. Aber ich muss Assistenz mitnehmen, denn alleine bekomme ich das nicht hin, und ich habe keine Gelegenheit, dies irgendwann zu üben. Normalerweise muss ich eben jeden Scheißdreck immer üben, vorher klappt es nicht. Die meisten Radiosender habe ich jetzt auch schon gefunden, einige stehen noch aus, aber ich weiß nicht, wie ich die her kriege. Auch für die Sparkasse gibt es eine App, und in drei Monaten soll es dann auch einen Umsatzwecker geben. Im Moment zahle ich noch neun Cent pro SMS, wenn ich meine Umsätze erfahren möchte, um die absolute Kontrolle über mein Konto zu haben. Denn ich hatte einmal gespendet, und es war anstatt auf einmalig auf wöchentlich eingestellt, was ich nicht bemerkt hatte, weil es sich umstellte. Somit war ich dann aus allen Wolken gefallen, als ich meine Kontoauszüge online anschaute. Dies sollte mir nicht noch mal passieren, daher lasse ich mir jeden Umsatz und jede Konto Bewegung per SMS zu schicken. Da ich nun dieses teure Smartphone habe, sehe ich das nicht mehr ein und hoffe, dass dann die versprochene Erneuerung und Verbesserung in der App kommt, und ich dann jedes Mal ein Signal bekomme, wenn sich auf meinem Konto etwas bewegt, dies dann über die App läuft, und ich nicht mehr neun Cent bezahlen muss.
Manchmal fällt es mir sehr schwer, doppelt zu tippen, aber wenn man es auf einfachen Tipp umstellt, tippe ich vielleicht zu häufig. Ich wundere mich dann, warum nichts weitergeht, und weiß nicht mehr, wo ich genau bin, denn ich bin ja dann der Annahme, weiter getippt zu haben, aber es hat nicht gewirkt, mittlerweile merke ich das aber, und dann kann ich noch mal tippen. Es ist aber nervig, besonders dann, wenn ich aufgeregt bin, dauert noch mal doppelt zu tippen. Letzthin war ich so frustriert, dass ich dieses Ding am liebsten mit Wonne an die Wand geschlagen hätte. Warum gibt es keine alten Handys, irgendwelche Schrottdinger, die man einfach an die Wand brechen kann? Oder einmal so richtig kräftig mit voller Wucht auf den Tisch knallen. In Japan soll es so etwas geben. Mir würde das richtig Spaß machen. Da hat wirklich nichts geklappt, der E-Book Reader hat nicht funktioniert, die TAZ hat nicht funktioniert, der Fall, da hat nicht funktioniert, und ansonsten ging auch nichts. Da dachte ich wirklich, ich schmeiß das Ding einfach weg. Es gab schon Situationen, da hätte ich das Handy am liebsten ausgesetzt. Gerade im Wartezimmer, wenn ich dringend das Taxi anrufen muss, und das Ding dann genau nicht funktioniert, dann könnte ich jedes mal ausrasten. Am liebsten würde ich es dann demnächst besten in die Hand drücken und ihm schenken. Das Handy muss schon einiges aushalten. Ich versuche schon, immer es auf das Bein zu hauen, da es dort nicht so schlimm ist für das Handy. Aber es ist schon schwer, sich dazu beherrschen. Wenn man so viel Frustrationen hat, dann wird man irgendwann wirklich wütend. Es geht aber schon besser als am Anfang, besonders die Spracherkennung ist spitze. Wenn ich Google etwas sage, was es tun soll, dann macht er es. Ich habe einfach mal probiert, aufs gerate wohl eine SMS zu diktieren, ohne vorher das Programm auf gehabt zu haben. Ich sagte einfach, es solle eine SMS an den oder jenen schreiben. Man kann dann nur wenig Text schreiben, da es dann aussteigt, aber dafür reicht es. Außerdem kann man auch einfach sagen, dass es jemanden oder eine Institution anrufen soll, die man gar nicht in den Kontakten hat, und dann bietet es einem den Telefonbutton an, oder es Welt gleich durch. Wenn es zwei gibt, die man anrufen könnte, lässt es einen die Wahl mit A und B. Das finde ich total klasse. Das wird nicht immer, manchmal redet es dann ausländisch, irgend ein Englisch mit Deutsch gemischt, aber es geht jetzt schon besser. Da ist das Telefon mittlerweile bequemer als das Internet, wo ich oft eine halbe Stunde oder aber gar eine ganze Stunde nach einem Kontakt suchte, da die Herrschaften von den Webseiten und Herren Webdesigner immer wieder sehr kunstvoll die Kontakte verstecken. Das passiert bei diesem Telefon nicht, sobald man einmal sagt, dass man diesen oder jenen sucht, bekommt man ihn sofort mit einer Taste, wo man sofort anrufen kann. Außerdem schaffe ich es mittlerweile auch, die unbenannten Schaltflächen zu benennen, wenn ich merke, für was die Fläche zuständig ist. Das geht ganz leicht, das habe ich aber auch erst nach Anleitung geschafft. Neulich wollte ich dann auch noch zwei Kontakte zusammenführen, denn ich habe es jetzt so eingestellt, dass bei der Beantwortung einer Mail sich die Mailadresse automatisch in die Kontakte einfügt. Ich hatte diese Frau aber schon in den Kontakten, sodass ich nun zwei Datensätze hatte. Da hieß es, man könne die beiden verknüpfen. Ich kann immer nicht ganz so logisch denken, ich rief also den ersten auf, ging dann auf weitere Optionen, fand den Knopf für Verknüpfung, dann öffnete sich einfach die Liste all meine Kontakte, ich wählte den aus, mit dem ich in verknüpfen wollte und erwartete, dass jetzt dort steht, verknüpfen. Stattdessen hieß es aber, Verknüpfung, deaktiviert. Am Ende war gar nichts verknüpft. Ich verstehe nicht, wie diese Menschen ticken, für mich ist das anders, ich denke anders, ich habe einfach eine andere Logik. Eigentlich könnte alles wunderbar sein, wenn alle Apps bestimmte Mindeststandards erfüllen würden, wenn einfach alle Programme barrierefrei wären, und wenn bestimmte Strukturen immer gleich wären. Dann gäbe es eben nicht zwei Giganten, sondern Programmierer Mueller und Softwareentwickler Meyer und Epp-Erfinder Huber würden ihre Angebote herausgeben, und jeder würde sich die App suchen, deren Schwerpunkte ihm besser gefallen. Die Grundstruktur wäre überall die gleiche, alles wäre kompatibel, nur gäbe es dann einfach unterschiedliche Schwerpunkte, was einem vielleicht wichtiger wäre als das andere. Dann würde alles wunderbar ineinander passen, sich alles wunderbar zusammenfügen, alles wäre kompatibel, und nicht der Benutzer wäre das Versuchskaninchen, sondern es gebe eine Regulierungsbehörde, die zuvor alle Apps prüft, ob sie brauchbar sind, ehe sie auf den Markt geworfen werden. Außerdem gäbe es dann nicht nur die Bewertungen sondern auch so eine Art Pranger, wo nicht die Person sondern einfach die App kritisiert würde, und zwar von objektiven Leuten, wie zum Beispiel Stiftung Warentest. Dann gebe es echte Konkurrenz, echte Marktwirtschaft, jeder könnte sich daran beteiligen, der glaubt, was von PCs zu verstehen und vom Programmieren, er wird dir dann merken, ob es geht. Dann wären die Schaltflächen immer an denselben Stellen, alles wäre gleich, man müsste einfach nur die Struktur auf ein anderes Programm übertragen, sozusagen einen Transfer leisten, und es wäre einfach möglich, sich aus 100 Apps für ein und dieselbe Sache eine herauszusuchen, wobei qualitativ alle gleich sind, die eine aber einfach in einem. Etwas stärker ist als in einem anderen, und man kann sich dann überlegen, ob einem diese oder jene Fähigkeit und dieses oder jenes Feature oder Merkmal wichtig ist. Das wäre herrlich, ich glaube, die meisten Schwierigkeiten sind hausgemacht, gäbe es nicht so eine krasse Marktwirtschaft, wo bloß die allergrößten überleben, sondern gäbe es eine echte freie Marktwirtschaft, wo alle sich beteiligen können, dann wäre schon viel gewonnen. Wahrscheinlich wird jetzt jeder sagen, an was das alles scheitern könnte. Außerdem, wenn jemand eben der dümmste anzunehmende User ist, eben ein super-DAU, dann hilft ihm das auch nichts. Ich bin einfach nicht für Computer beschaffen. Ich mag diese Dinger schon, aber ich hasse sie auch, man braucht sie, ich arbeite gern damit, aber ich könnte sie verfluchen. So geht es mir auch mit dem normalen PC. Zum Beispiel hat jetzt meine Spracherkennung irgendwie spitz bekommen, dass ich ein Smartphone habe, und ließ mich nicht mehr mit sich arbeiten, ehe ich nicht über die Aufnahmefunktion einen Text in mein Smartphone diktiert und an den PC angeschlossen hatte, damit die Spracherkennung in ein liest und als die Tierquäler benutzt. Jetzt muss ich jedes Mal mein normales Headset einstellen und einschalten, und außerdem klappt es nicht mehr so gut mit der Speicherung von neu erlernten Vokabular. Wahrscheinlich bräuchte ich zwei Profile, eines für das Headset und eines für das Handy, aber das schaffe ich nicht alleine. Außerdem finde ich das blöd, dass mir das Ding vorschreibt, was ich zu tun habe. Vielleicht will ich ja gar nicht irgendetwas, was ich unterwegs diktiert habe, dann in den PC importieren und von da aus dann in Text umwandeln lassen, und wenn, möchte ich schon bestimmen, mit welchem Gerät ich das tue. Bisher mache ich das mit meinem Diktiergerät, das klappt wunderbar, wenn ich zum Beispiel etwas, was man nicht ausschneiden und kopieren kann, irgendwo einpassen möchte, dass ich einfach den Text schnell in mein Diktiergerät spreche, ihn dann über die Spracherkennung importiere, in Text umwandeln lassen kann und dann sowieso nochmals selbst korrigieren muss. Aber das geht schneller, als wenn ich zwischen zwei Programmen hin- und her schalte und dann hinterher sowieso meine Tippfehler korrigieren muss. Aber es wird einem ziemlich viel Entscheidungsfreiheit abgenommen. Außerdem verknüpft sich alles mit allen Adressen, und man muss wirklich aufpassen, dass nicht irgendjemand auf das Adressbuch zugreift oder jede Bewegung im Internet verfolgt.
Außerdem verführt das Handy dazu, dass man kostbare Zeit vergeudet und dauernd damit herum spielt um zu sehen, ob man noch etwas ändern kann oder nicht. Ich beiße mich dann so lange fest, weil es einfach nicht funktioniert, und ärgere mich nur über die dann verplempert Zeit. So hat ein Assistent und ich es wirklich geschafft, die Zeit so zu verschwenden, dass wir hinterher fast nicht mehr zum Einkaufen kamen. Das Ding verführt einen wirklich, manchmal ist es wirklich Teufelszeug. Man muss sich wirklich eine gewisse Mediendisziplin und nicht nur Medienkompetenz an gewöhnen, damit man auch noch andere Dinge macht. Ich lese zum Beispiel sehr gerne Punktschrift und höre auch noch nach wie vor Hörbücher oder benutze mein Notizgerät, auf dessen externen Speicher ich ganz viele Radio Beiträge gespeichert habe, die mir ein Freund zugesandt hat. Sonst hängt man die ganze Zeit nur nutzlos an diesem Ding herum. Aber auch der Bluetooth Kopfhörer ist wunderbar, man kann sogar über den Kopfhörer bestimmte Dinge steuern. Man kann sogar ans Telefon gehen damit. Am Anfang war das das größte Problem, man musste sich nämlich das Handy ans Ohr halten, damit es rangeht. Aus irgendeinem Grund hat das bei mir nie funktioniert, das Telefon klingelte fröhlich weiter, ohne, dass ich mit dem Anrufer sprechen konnte. Wenn ich irgend einem, egal, ob dieser sich mit Handys auskannte oder nicht, das Handy in die Hand drückte, damit er sich ans Ohr hielt, sprang das Telefon sofort an. Warum das bei mir nicht ging, fanden wir wochenlang nicht heraus. Ich übte es in der Ergotherapie, ich übte es mit meiner Assistentin, die mich dann ein paar Tage lang dauernd anrief, damit ich irgendwann spontan aus dem Stehgreif heraus ans Telefon gehen musste. Dies war mir zwar sehr willkommen, aber es war so frustrierend, dass ich sie schließlich bat, damit aufzuhören, weil wir es einfach nicht hinkriegen, das klappt. Dann habe ich es noch einmal mit einem Assistenten probiert, der mir sagte, ich müsse das Telefon genauso bewegen wir einen normalen Telefonhörer. Manchmal muss man sogar, wenn es beim ersten Mal nicht reagiert, das Telefon anschauen vor sich, als ob man gucken wollte, wer anruft, und dann erst ans Ohr halten. Wahrscheinlich haben die Programmierer genau diese Bewegung im Sinn gehabt, dass ein sehender aufs Display schaut und guckt, wer anruft, um dann zu entscheiden, ob sie das Telefonat annehmen oder nicht. Man kann auch einfach mit drei Fingern wischen, so das die Fingerspitzen hintereinander von links nach rechts oder rechts nach links über das Display gleiten, aber das ist ziemlich schwierig. Bei jeder App, sowohl bei WhatsApp als auch bei den Telefonaten über Facebook gibt es wieder eine andere Technik, wie man ans Telefon geht. Daher habe ich es sogar alleine geschafft, den verschiedenen Apps verschiedene Klingeltöne und Nachrichtentöne zuzuweisen. Manchmal fallen die dann wieder raus, aber manchmal halten sie sich auch. Den Hallenschrei für WhatsApp habe ich zumindest jetzt schon ein paar Mal gehört, wenn auch die meisten gar nicht antworten. Da ich ja nicht richtig sehen kann, wusste ich nicht, welches Foto ich nun auf die App geladen hatte, und bisher hat mir noch keiner die Frage beantwortet, was er auf dem Foto sieht, wenn er meine Nachricht in WhatsApp erhält. Das werde ich dann mit meiner Assistentin vor Ort einmal durchexerzieren. Aber immerhin habe ich es geschafft, ich hätte mit der Kamera aufnehmen können, und ich hätte mir auch ein Foto aus dem Handy aussuchen können, wobei ich vom Computer eines herunterlud, wo ich einem Fuchs auf Gut Aiderbichl ein Ei vor die Schnauze halte, welches er sich vorsichtig nimmt. Das fand ich ein so schönes Foto, da ich schon immer mal einen Fuchs anfassen wollte. Hierüber habe ich ja auch einen Blogbeitrag geschrieben. Da war ich schon stolz auf mich, dass ich das hinbekommen habe.
Neulich hat sich irgendetwas am PC verstellt, und ich wusste nicht, wie das zugegangen war. Da meinte ein Bekannter von mir, das sei eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Ich sagte ihm, wie soll denn das gehen, wenn ich selbst eine Leistung verhauen, weil ich Angst habe zu versagen, dann kann so etwas vorkommen. Ich kann aber mit meinen Gedanken nicht an PC beeinflussen, dass er diese oder jene Funktion auf einmal nicht mehr bringt. Da meinte er doch glatt, ich wüsste unbewusst über alles Bescheid, hätte mir das irgendwo abgeschaut, würde dann unbewusst dauernd meinen PC verstellen, damit ich mich dann wieder ärgern könnte, weil ich mich so gerne aufrege. Wenn der wüsste, wie verzweifelt ich bin, und wie sehr mir diese Aufregung schadet. Als ich ihn fragte, warum ich denn dann nicht einfach alles wieder zurück stellen könnte, meinte er, ich hätte eben keinen Zugang zu meinem unbewussten, daher könnte ich das nicht. Da müsste ich ja zwei Personen in mir haben, sozusagen eine multiple Persönlichkeit. Oder ich müsste einen internen Widersacher haben, der mir selbst alles vernichtet oder hin macht. Ich hätte also dann sozusagen meinen eigenen Widersacher. Oder ich werde irgendwie programmiert, es gibt irgendwelche Räuberpistolen über irgendwelche Menschen, die von Spielekisten programmiert werden, damit sie irgendwelche Handlungen ausführen. Dies gibt es schon, das ist nachgewiesen, aber wahrscheinlich ist dies nicht sehr häufig, und ich habe keinerlei Erinnerungslücken an meine Kindheit, ich kann mich ziemlich detailliert und genau an alles erinnern, daher wüsste ich gar nicht, zu welcher Zeit dies hätte durchgeführt werden können. Ich möchte hier aber nicht solche Theorien belächeln, denn es gibt wirklich Menschen, die unter diesen Dingen leiden.
Wenn ich doch mal jemanden finde, der mich hypnotisiert, vielleicht kann ich ja dann Zugang zu diesem geheimen unbewussten Wissen bekommen. Zumindest habe ich neulich eine Faxnummer gewählt, die ich direkt aus dem Internet hatte, und es hieß, die Nummer sei falsch. Daraufhin wählte ich noch eine andere Faxnummer, wobei ich bei der Entstelle einen Fehler machte, so das die Nummer wieder falsch war. Als wir dann die richtige Nummer fragten, meldete das Fax dennoch wieder, dass die Nummer falsch sei. Ich rief also bei der Faxnummer an, um zu hören, ob das Fax piept. Wir hatten die richtige Nummer. Wir konnten aus der Schlange die Nummer nicht mehr löschen, und wir fanden auch nicht den Menüpunkt am Faxgerät selbst, wo diese falschen Nummern gespeichert waren, denn das Fax versuchte immer wieder, diese Nummern zu wählen. Ich werde dann einmal einfach die Nummer meiner Betreuerin, ich schrieb ihr, dass ich sie mal als Testperson bräuchte. Eine Antwort erwartete ich ohnehin nicht, aber es hörte sich gut an, ich sah ein grünes Blinken am Gerät, ich hörte die bekannte Faxmelodie, und es legte auch irgendwann wieder auf, und das Blinken hörte auch auf. Ich höre so gerne diese Faxmelodie, wobei bei meinem Faxgerät nicht die ganze Abfolge kommt. Meine Freundin und ich haben einmal die Faxmelodie aufgenommen. Ich finde sie wunderbar, zwar kann man sie nicht den ganzen Tag anhören, aber ich bin hellauf begeistert, wenn sie ertönt, in zweierlei Hinsicht, es hat funktioniert, und mir gefällt auch das Geräusch so gut.
Ich hoffe nur, dass ich mit meinem Handy nicht schon an Ende der Fahnenstange angekommen bin, sondern dass sich hier noch was rausholen lässt. Ich möchte alles nutzen, schließlich hat das Handy Geld gekostet, und ich möchte mir nicht einfach zum Spaß etwas anschaffen. Als ich den Verkäufer fragte, warum das bei mir alles nicht klappt, meinte er, dass ich ziemlich viel mit dem Handy anstellen wollte. Daraufhin war ich ganz entgeistert und fragte ihn, für was denn die anderen dieses Handy kaufen würden. Da meinte er, manche wollten es nur einfach kaufen, um es zu haben. So etwas ist mir vollkommen fremd, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man einen Gegenstand einfach nur kauft, um ihn zu haben. Dies mache ich nur bei schönen Schmuckgegenständen, oder bei Holztierchen, die ich gerne in mein Regal stelle, oder bei Dekorationsobjekten. Aber alle anderen Geräte, die ich kaufe, müssen voll und ganz amortisiert werden, das muss laufen, und das muss wirklich in voller Höhe, Länge und Breite ausgenutzt werden. Zwar kann ich nicht erwarten, alles auf einmal zu können, aber die Pferdchen müssen laufen, es hat schließlich auch was gekostet. Und ich würde mir dreimal überlegen, brauche ich ein Gerät oder nicht, ehe ich es mir anschaffe. Außerdem hat das den Vorteil, dass man nicht eine der ersten ist, die sich so ein Ding kauft, und dann die Kinderkrankheiten ausbaden muss. Wenn ich mir etwas anschaffe, dann ist es bereits schon ziemlich gut entwickelt, da lasse ich lieber diejenigen auflaufen, die unbedingt meinen, immer gleich die neueste Technik haben zu müssen.
Mein altes Handy wollte ich verkaufen, und ich habe es zu dem Hilfsmittelladen mitgenommen. Die haben es etwas aufgemotzt, die Sprachausgabe aktualisiert, und es war noch in gutem Zustand, obwohl ich meinerseits das Handy bereits gebraucht erworben hatte. Da ich unbedingt eines mit hervorstechenden Tasten haben wollte, hatten sie damals bei eBay eines für mich besorgt. Dieses Gerät ist wunderbar, hat noch einen guten Blitz, man kann also auch, wenn man noch etwas sieht, damit fotografieren, und an so einem altmodischen Ding ist nicht viel kaputt zu machen. Somit haben die mir angeboten, das Handy für mich zu verkaufen, sie hätten bereits einen Käufer, der sei begeistert. Sie selbst bekamen zwei 50 €, ich sollte 180 € kriegen. Nun ist doch dieser Hund abgesprungen, nachdem er zuvor so begeistert war. Er hat noch geschrieben, dass er selbst seine Daten vom alten Handy auf das neue überspielen wollte, und das er das Handy haben wollte. Es war zu spät, am Montag vor dem Feiertag das Handy noch abzuschicken, und am Dienstagabend, als es Feiertag war, hatte das Geschäft eine Mail in seinem Briefkasten, dass er vom Kauf zurücktritt. Ich war stinksauer. Es wäre das erste Mal gewesen, dass auch ich mal was verkaufen kann. Aber in meinem Lebensrahmen ist deshalb nicht vorgesehen, dass ich so einen tollen Verkauf mache. Normalerweise kriege ich nichts los, ich hatte jetzt ein paar mal etwas Glück mit einem Kreuztisch, und dass ich jetzt ein Punktschriftbuch geschenkt bekomme, aber sonst kriege ich nichts weg. Daher habe ich ja auch das Lied geschrieben, welches auch hier in dem Blog vorhanden ist, Zahlefrau und töchter, indem ich das genauer geschildert habe. Sie haben zwar noch jemanden in petto, aber ich hole es lieber ab, ehe ich noch weiter enttäuscht werde, und wieder jemand vom Kauf abspringt. Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, irgend eine Macht flüstert denen ein, dass sie ja vom Kauf zurücktreten, oder dass mir irgendwer das nicht gönnt. Vielleicht war das wieder mein unbewusstes ich, dass vielleicht bei diesem Typen angerufen hat, auf unerfindlichen Pfaden die Telefonnummer rausgekriegt hat und ihn gebeten hat, dieses scheiß Ding bloß nicht zu kaufen, da es wirklich kaputt ist. Wer weiß, langsam glaube ich an alles. Ich werde es noch einmal an anderer Stelle versuchen, wenn ich es aber alleine mache, kriege ich vielleicht noch 50 € dafür, ich habe nicht so das Händchen, viel herauszuholen. Ein Freund von mir, der mir auch das mit den Behörden riet, dass das Amt die Miete direkt ans Amtsgericht überweisen könnte, um ihr Ärger zu ersparen, was ich hier auch in diesem Blog geschrieben habe, hat mir geraten, das Handy doch einfach zu behalten, denn wenn das neue Mal kaputt geht, habe ich immer noch eines. Das neue Handy geht bestimmt irgendwann mal kaputt, wenn ich es irgendwann doch gegen die Wand werfe. Ich hoffe, dass ich das nicht tun werde. Mehr Frust kann ich jetzt wirklich nicht mehr haben.
Man braucht die Technik, man hasst die Technik, aber man kann ohne sie nicht leben. Ich bin zumindest der Ansicht, dass ich mein halbes Leben lang mit PCs zu tun hatte, und wenn ich etwas schlauer wäre, bei der Hartnäckigkeit, die ich an den Tag lege, müsste ich schon Professor Doktor Doktor der Informatik sein. Aber ich kann gerade mal so viel wie jemand, der sich vielleicht erst ein oder zwei Jahre mit dem PC befasst hat. Viele sagen, sie würden sich nicht dafür interessieren, aber würden sie genau die selbe Hartnäckigkeit und Verbissenheit wie ich an den Tag legen, wären sie wahrscheinlich schon die absoluten Experten. Die meisten bringen es nur so weit wie ich, aber die haben sich dann auch nicht so reingehängt wie ich. Das finde ich ungerecht, ich möchte mich auch mal reinhängen, und dann kommt wirklich was dabei heraus. Ich muss immer die zehnfache Arbeit leisten, um ein Zehntel an Wirkung zu erhalten. Vielleicht habe ich auch zu hohe Erwartungen an mich, aber ich möchte einfach mal, dass die Dinge wirklich flutschen, und da sie das dann auch tun, wenn man ordentlich Kohle bringt, wie zum Beispiel in sozialen Netzwerken, wo sie einen als Werbefläche missbrauchen können, glaube ich schon, dass diese Probleme auch gewollt sind, denn bei solchen Programmen, wo die Anbieter einen Nutzen von einem haben, klappt es ja auch reibungslos. Sonst hätte selbst ich nicht so einfach all diese Dinge einrichten können, wenn die es einem da nicht besonders leicht machen würden. Warum dann nicht auch bei den anderen Apps, damit man es da auch genauso leicht hat, zumindest möchte ich es so haben, dass ich wirklich intuitiv durchgeführt werde durch ein Programm. Auch wenn ich keine Intuition habe, aber irgendwie muss doch auch jemand wie ich mit ein bisschen Logik, wenn auch einer etwas anderen Logik, mit diesem Zeug zurecht kommen. Ganz blöd kann ich doch nicht sein. Warum geben die einem immer das Gefühl, dass man wirklich dumm ist, nichts funktioniert, und man hat wirklich den Eindruck, man sei blöd. Die machen einen direkt fühlen, dass man der letzte Idiot ist. Vielleicht bin ich auch wirklich einer, ich hoffe nur, dass es bald besser wird. Etwas geht ja schon, aber ich hoffe, dass die Entwicklung noch weiter geht, und ich noch mehr dazu lernen kann.
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